
Große Drüsenameise
Die ursprünglich im mediterranen Raum verbreitete Ameisenart breitet sich im Zuge der Klimaerwärmung zunehmend auch in Deutschland aus und wird vermehrt in Wohngebieten und Gärten beobachtet.
Um einen besseren Überblick über das aktuelle Vorkommen der Art im Stadtgebiet zu erhalten, hat die Stadt Dreieich ein Online-Portal eingerichtet. Bürgerinnen und Bürger können dort Sichtungen der Großen Drüsenameise auf einer interaktiven Karte eintragen, einen kurzen Begleittext verfassen und Fotos hochladen.
Die Große Drüsenameise (Tapinoma magnum) ist eine gebietsfremde Ameisenart mit Ursprung im Mittelmeerraum, die sich in den vergangenen Jahren nördlich der Alpen etabliert hat. Sie bildet große Kolonien mit zahlreichen Königinnen und kann sich in urbanen Räumen – etwa in Gärten, unter Terrassenplatten oder in Mauerspalten – stark ausbreiten. Sie nistet häufig entlang großer Straßen und ist daher für viele Menschen auffällig. Die Art wird inzwischen als problematisch eingestuft, weil sie heimische Ameisenarten verdrängen kann und durch die hohe Anzahl von Arbeiterinnen pro Kolonie leicht als lästig empfunden wird. Für Menschen besteht jedoch keine direkte Gesundheitsgefahr.
Bürgerinnen und Bürger können einen Ameisenfundort auf einer interaktiven Karte markieren, eine kurze Beschreibung der Beobachtung einfügen sowie ein oder mehrere Fotos der Ameisen beziehungsweise des Nestbereichs hochladen. Fachleute der Umweltabteilung prüfen die Meldungen und werten sie aus. Meldungen über das Portal „Sags uns“, auch bekannt als Mängelmelder, werden nicht automatisch übertragen. Es wird daher empfohlen, Vorkommen der Großen Drüsenameise ausschließlich über das neue Meldeportal zu erfassen.
Eine sichere Bestimmung von Ameisenarten ist oft schwierig. Wer unsicher ist, ob es sich tatsächlich um „Tapinoma magnum“ handelt, kann die Tiere dennoch melden. Hochauflösende Fotos aus kurzer Distanz helfen bei der Zuordnung. Es wird gebeten, keine eigenständigen Bekämpfungsmaßnahmen mit chemischen Mitteln vorzunehmen, ohne zuvor fachlichen Rat einzuholen. Es besteht die Gefahr, dass sich vorhandene Kolonien aufspalten und sich die Ausbreitung beschleunigt. Eine genaue Analyse und Verortung der Vorkommen sind daher wichtig.
