
Im Zuge des Modernisierungsprogramms für mehr Klimaschutz werden auch drei Gebäude im Kurt-Schumacher-Ring 31, 81 und 101 in Dreieich energetisch saniert. So werden unter anderem Fenster zur besseren Dämmung eingebaut und die Balkone erneuert. „Wir haben die bauliche Modernisierung der Gebäude in mehrere Abschnitte aufgeteilt“, erläutert Reza Tehrani, der zuständige NHW-Fachbereichsleiter. Die Arbeiten im Kurt-Schumacher-Ring 81 sind bis auf geringe Restarbeiten am Gebäudesockel fertiggestellt, im Kurt-Schumacher-Ring 101 wurden die Dach-, Fassaden- und Balkonarbeiten bereits abgeschlossen. Im Kurt-Schumacher-Ring 31 läuft die Modernisierung derzeit und wird voraussichtlich im Dezember 2025 beendet.
Wichtiger Bestandteil zur Verbesserung der Gesamteffizienz ist, neben der Wärmedämmung, auch die Erneuerung der Heizungsanlage. Die Warmwasser- und Heizungsversorgung wird derzeit noch über die Gas-Kesselanlagen in den Gebäuden vorgenommen. Nach der Fertigstellung der neuen Nahwärmezentrale am Kurt-Schumacher-Ring 31 wird die Versorgung aller drei Wohnhochhäuser mit Heizwärme und Warmwasser auf ein Biomasse-Nahwärmenetz umgestellt und die alten Heizungsanlagen in den Gebäuden rückgebaut. Diesem Schritt voraus ging allerdings eine sorgfältige und aufwendige Planungsphase für die Errichtung des Nahwärmenetzes für das NHW Quartier Hirschsprung. Insgesamt sollen im finalen Ausbauzustand 16 Gebäuderiegel mit insgesamt 528 Wohneinheiten im Kurt-Schumacher-Ring, Sudetenring, sowie der Damaschke Straße angeschlossen werden. Rund 1 km (914 m) Leitungsweg sind zur Verbindung der Gebäude notwendig. Auf fossile Brennstoffe verzichten wir dabei vollständig. Die Anlage wird mit Holzpellets betrieben. Im ersten Bauabschnitt erfolgt der Bau des Heizhauses, sowie die Anbindung der Gebäude Kurt-Schumacher-Ring 31, 81 und 101. Im zweiten Bauabschnitt sollen die restlichen Gebäude des Kurt-Schumacher-Rings, Sudentenrings und der Damaschke Straße angeschlossen werden. „Die Klimaneutralität unseres Wohnungsbestands bis 2045 umzusetzen, ist unser Ziel. Der Schlüssel liegt in der energetischen Modernisierung des Altbestands. Damit verbinden wir Klimaschutz und soziale Verantwortung: Unsere Mieter erhalten ein Zuhause, das auch in den kommenden Jahrzehnten zukunftssicher bleibt“, so NHW-Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer.
„Klimaschutz in der Kommune ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Nur wenn wir alle – Bürgerschaft, Stadt und Immobilienbesitzer – gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir unsere Klimaziele erreichen“, sagt Bürgermeister Martin Burlon. „Die Maßnahmen der NHW sind vorbildhaft. Denn wichtig ist, dass der Wohnraum in Dreieich nicht nur auch für niedrige Einkommensgruppen bezahlbar ist, sondern auch lebenswert und nachhaltig zukunftssicher bleibt. “
Das Land Hessen unterstützt das energetische Modernisierungsprogramm für den Gebäudebestand der NHW mit einer Eigenkapitalerhöhung von 200 Millionen Euro, die 2021 bewilligt wurde.
Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt
Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) mit Sitz in Frankfurt am Main und Kassel bietet seit über 100 Jahren umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Bauen und Entwickeln. Sie beschäftigt mehr als 900 Mitarbeitende. Mit über 60.000 Mietwohnungen an 112 Standorten in Hessen gehört sie zu den führenden deutschen Wohnungsunternehmen. Das Regionalcenter Offenbach bewirtschaftet rund 9.500 Wohnungen. Unter der NHW-Marke ProjektStadt führt sie nachhaltige Stadtentwicklungsaufgaben durch. Sie ist Gründungsmitglied der Initiative Wohnen.2050, um dem Klimaschutz in der Wohnungswirtschaft mehr Schlagkraft zu verleihen. Mit hubitation verfügt die NHW zudem über ein Startup- und Ideennetzwerk rund um innovatives Wohnen. www.nhw.de/