
Umso bedauerlicher ist es, dass der Umgang mit diesen Anlagen vielerorts zu wünschen übrig lässt. Die Stadtverwaltung appelliert daher nun auch öffentlich an alle Vereine sowie Nutzerinnen und Nutzer, mit dem kommunalen Eigentum verantwortungsvoll umzugehen.
Bürgermeister Martin Burlon betont: „Die kostenfreie Bereitstellung der Sportanlagen ist eine Form der Unterstützung und der Anerkennung der hervorragenden Arbeit unserer Vereine. Genau deshalb appellieren wir eindringlich, pfleglich mit den Sportanlagen umzugehen. Gerade in den zunehmend finanziell schwierigeren Zeiten ist dieses geordnete Miteinander wichtiger denn je. Jeder Euro, der unnötigerweise für ausgetauschte Schlösser, zerstörte Türen oder zu reparierende Spielfelder aufgewendet werden muss, fehlt im Zweifel an anderer Stelle, um in nachhaltige Projekte investieren, die wiederum den Menschen dieser Stadt zugute kommen sollen.“
Aktuelle Vorfälle verschärfen die Lage

Auch am vergangenen Wochenende kam es leider erneut zu mutwilligen Beschädigungen: Auf der Sportanlage Maybachstraße wurden Bretter des Holzhäuschens, in dem sich die Beregnungsanlage für den Rasenplatz befindet, entfernt und die Beregnungsanlage verstellt. Darüber hinaus werden auf der Sportanlage Breite Haagwegschneise zunehmend menschliche Fäkalien vorgefunden – ein Zustand, der nicht nur eine hygienische Zumutung darstellt, sondern auch für die Menschen, die die Anlage vor Ort nutzen, ausgesprochen unappetitlich ist.
Seit geraumer Zeit beobachtet die Stadtverwaltung zudem eine Reihe von Missständen, die nicht nur das Erscheinungsbild der Sportanlagen beeinträchtigen, sondern auch unnötige Kosten verursachen und zu allem Überfluss die Sicherheit gefährden. So werden beispielsweise die hochwertigen Kunstrasenspielfelder wiederholt mit Fahrrädern und Rollern befahren. Dies beschädigt den empfindlichen Belag nachhaltig und verkürzt dessen Lebensdauer erheblich. Die vorgeschriebene Sicherung der Tore mittels Ketten und Schlössern, eine wichtige Sicherungsmaßnahme besondere für Kinder, unterbleibt vielfach. Die bereitgestellten Ketten und Schlösser verschwinden binnen weniger Wochen. Die Ersatzbeschaffung verursacht jedes Mal weitere Kosten. Umkleiden und sanitäre Einrichtungen werden vielfach in verschmutztem Zustand hinterlassen. Die Reinigung der Kabinen und Sanitäranlagen obliegt allerdings den Vereinen in eigener Verantwortung; die hierfür anfallenden Kosten sind von den Vereinen selbst zu tragen. Darüber hinaus werden die Räumlichkeiten zunehmend in beschädigtem Zustand vorgefunden, sodass stadtseits Reparaturen beauftragt werden müssen – auf Kosten der Allgemeinheit aller steuerzahlenden Dreieicher Bürgerinnen und Bürger. Auf und rund um die Sportplätze finden sich vermehrt achtlos weggeworfene Zigarettenkippen - trotz Abfallbehältern. Zudem wird zunehmend fremder Sperrmüll und Unrat auf den Sportanlagen abgestellt, dessen Entsorgung dann auf Kosten der Allgemeinheit erfolgen muss.
Gemeinsame Verantwortung für ein wertvolles Angebot
Die kostenfreie Bereitstellung der Sportanlagen ist wie erwähnt ein Ausdruck der Wertschätzung gegenüber dem ehrenamtlichen Engagement im Sport – ein pfleglicher und respektvoller Umgang mit den Sportanlagen darf sicher dennoch erwartet werden. Die Stadt Dreieich bittet daher nach ungezählten bilateralen Kontakten auch öffentlich alle Vereine, ihre Mitglieder entsprechend zu sensibilisieren und auf die Einhaltung der Nutzungsbedingungen hinzuwirken. Sollten sich die Missstände nicht spürbar verbessern und weiterhin kommunales Eigentum beschädigt oder verschmutzt werden, wären notgedrungen weitergehende Maßnahmen zur Verbesserung der Situation zu prüfen.


