
Der Preis geht an Firmen im Kreis, die für Fairness, integrative Führungsstrukturen und soziales Engagement stehen. In zwei Kategorien wurden insgesamt sechs Unternehmen geehrt, die dabei eine Vorbildfunktion einnehmen. Die Auszeichnung wurde vom Kreis Offenbach gemeinsam mit der Pro Arbeit – Kreis Offenbach (AöR) vergeben. Ziel ist es, Unternehmen sichtbar zu machen, die soziale Verantwortung mit unternehmerischer Stärke verbinden.
Erster Kreisbeigeordneter Carsten Müller eröffnete die Veranstaltung und hob die wichtige Rolle von Arbeitgebern hervor, die gesellschaftliche Teilhabe fördern, faire Strukturen leben und freiwilliges Engagement aktiv unterstützen. Er würdigte dabei die Bedeutung des Preises für die Region. „Wer im Betrieb Verantwortung übernimmt, stärkt auch das Miteinander in der Gesellschaft“, machte Müller deutlich. „Mein Dank gilt allen Unternehmen im Kreis Offenbach, die ehrenamtliches Engagement ermöglichen, unterstützen oder selbst vorleben. Sie schaffen Werte, die weit über den Arbeitsalltag hinaus wirken – genau dafür steht diese Auszeichnung.“
Im Anschluss betonte Müller die Relevanz von Unternehmenskultur und verantwortlichem Handeln für die Wettbewerbsfähigkeit eines Standortes. „Die ausgezeichneten Unternehmen beweisen, dass wirtschaftlicher Erfolg und soziale Verantwortung Hand in Hand gehen können“, erklärte Müller. „Sie schaffen faire Arbeitsbedingungen, ermöglichen Teilhabe und stärken durch ihr Engagement unsere Region. In Zeiten des Fachkräftemangels sind dies entscheidende Erfolgsfaktoren.“
In der Kategorie „Arbeitnehmerfreundliche Unternehmen und Organisationen” wurden drei Betriebe aus dem Kreisgebiet prämiert. In der Gruppe der Kleinstunternehmen ging die Auszeichnung an die Mobile Hauskrankenpflege Wörner GmbH aus Dreieich. In der Kategorie der mittleren Unternehmensgröße erhielt die VIDEOR E. Hartig GmbH aus Rödermark den Preis. Als Großunternehmen wurde die Biotest AG aus Dreieich geehrt. Alle drei Unternehmen überzeugten mit individuellen Lösungen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, mit gelebter Beteiligungskultur sowie einem fördernden und respektvollen Arbeitsumfeld.
In der zweiten Kategorie „Soziales Engagement und Förderung des Ehrenamts“ ehrte die Jury ebenfalls drei Unternehmen. In der Gruppe der kleinen Unternehmen wurde das Sanitätshaus Dreieich GmbH gewürdigt. Die Stadtwerke Dreieich GmbH erhielt die Auszeichnung als mittelgroßes Unternehmen. In der Kategorie der Großunternehmen wurde die VR Bank Dreieich-Offenbach eG prämiert. Diese Unternehmen leisten einen aktiven Beitrag zum Gemeinwohl, etwa durch flexible Freistellungsregelungen für Ehrenämter, gezielte Kooperationen mit sozialen Trägern und eigene Projekte zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
Die Auswahl der Preisträger traf eine unabhängige Jury. Die Bewerbungen wurden anhand klar definierter Kriterien bewertet, darunter Vielfalt, Inklusion, Mitgestaltungsmöglichkeiten sowie die nachhaltige Wirkung des jeweiligen Engagements. Der Jury gehörten Fachleute aus den Bereichen Arbeitsmarktpolitik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft an. Begleitet wurde die diesjährige Preisverleihung von einem Impulsvortrag von Frank Rusko, Diversity Manager beim Zweiten Deutschen Fernsehen (kurz: ZDF) und Vorstandsmitglied der Charta der Vielfalt e.V. Unter dem Titel „Perspektivenvielfalt als Erfolgsfaktor: Haltung zeigen, Privilegien erkennen, Chancen schaffen” sprach er über den Wert einer offenen Unternehmenskultur und unterstrich die Notwendigkeit, strukturelle Barrieren abzubauen.
Im Anschluss bot die Veranstaltung Gelegenheit zum Austausch. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Ehrenamt nutzten den Ausklang im historischen Ambiente des RegioMuseums, um Gespräche zu führen und neue Kontakte zu knüpfen.
Weitere Informationen zum Preis „Arbeitgeber als Chancengeber“ unter www.standortplus.de/preis-arbeitgeber-als-chancengeber.



