Radschnellweg Seligenstadt – Flughafen Frankfurt (FRM9): Förderbescheid für Abschnitt zwischen Rodgau und Dreieich-Götzenhain übergeben

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Bei der Umsetzung des Radschnellwegs FRM9 zwischen Seligenstadt und dem Flughafen Frankfurt ist ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht. Der Hessische Staatsminister für Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, Herr Kaweh Mansoori, übergab kürzlich den Förderbescheid zur Planung des längsten Abschnitts der Verbindung. Zur Übergabe des Förderbescheides begrüßten Claudia Jäger, Verbandsdirektorin des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain und Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbandes, den Minister im Haus der Region.

Das Land Hessen fördert die weiteren Planungen dieses zentralen Abschnitts mit rund 1,9 Millionen Euro und übernimmt damit 80 Prozent der Planungskosten. Das Gesamtinvestitionsvolumen für diesen Abschnitt wird - einschließlich Bauleistungen - voraussichtlich bei rund 14,7 Millionen Euro liegen.


Bei dem geförderten Abschnitt handelt es sich um die sogenannten Kreisquerverbindung. Diese verbindet die Kommunen Rodgau, Dietzenbach und Dreieich im Landkreis Offenbach. Auf einer Länge von zirka 12,5 Kilometern entsteht eine sichere und komfortable Raddirektverbindung entlang der Kreisstraßen K173 und K174. Mit der Förderung kann der Zuschlag für die bereits ausgeschriebenen Planungsleistungen erfolgen und die Planung des Streckenabschnitts weiter vorangetrieben werden.

Zudem übergab der Minister im Haus der Region weitere Förderbescheide: Die Planung des 4. Realisierungsabschnitts des FRM9 auf der Gemarkung von Neu-Isenburg wird mit 371.200 Euro durch das Land gefördert. Die Durchführung einer Machbarkeitsstudie zur „Querung des Gleiskörpers im Bereich Mainkur/Roter Graben in Frankfurt am Main“ im Zuge des Radschnellwegs Frankfurt – Maintal – Hanau (FRM7) wird mit knapp 32.000 Euro bezuschusst.

„Radschnellverbindungen schaffen gerade im Rhein-Main-Gebiet eine echte Alternative für viele Wege im Alltag. Wer mit dem Rad zur Arbeit, zur Schule oder zum nächsten Bahnhof fährt, braucht sichere und direkte Verbindungen, auf denen man gut vorankommt. Deshalb unterstützen wir den Regionalverband dabei, jetzt die konkrete Planung auf den Weg zu bringen“, sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Kaweh Mansoori bei der Übergabe der Förderbescheide an Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbands FrankfurtRheinMain.
 
„Mit dem Förderbescheid kommen wir bei der Umsetzung des Radschnellwegs FRM9 einen entscheidenden Schritt voran. Gerade die Verbindung zum Flughafen Frankfurt eröffnet großes Potenzial für den Alltagsverkehr. Der Flughafen ist mit rund 80.000 Beschäftigten die größte lokale Arbeitsstätte Deutschlands. Mit dem Radschnellweg schaffen wir eine attraktive und klimafreundliche Verbindung zu einem der wichtigsten Wirtschaftsstandorte im Rhein-Main-Gebiet“, sagte Rouven Kötter.

Der Radschnellweg Seligenstadt – Flughafen Frankfurt ist insgesamt knapp 37 Kilometer lang und damit einer der längsten Radschnellwege in Hessen. Er verbindet den südöstlichen Teil der Region direkt mit dem Flughafen Frankfurt als einem der bedeutendsten Arbeits- und Verkehrsknotenpunkte Deutschlands. Ziel ist eine durchgängige, sichere und zügige Radverbindung für den Alltagsverkehr, die insbesondere Pendlerinnen und Pendlern eine attraktive Alternative zum Auto bietet. Eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahre 2024 bescheinigte dem direkten Einzugsgebiet der Verbindung bis zu 30.000 Personen am Wohnort und 35.000 Personen am Arbeitsort. Gleichzeitig stärkt das Projekt die Vernetzung der Kommunen entlang der Strecke.

Radschnellwege verbinden Städte und Gemeinden über Verwaltungsgrenzen hinweg und ermöglichen auch auf längeren Distanzen eine leistungsfähige Radinfrastruktur. Sie tragen dazu bei, den Radverkehr als festen Bestandteil der Alltagsmobilität in der Region zu stärken und Lücken im bestehenden Netz zu schließen. Parallel werden auch auf dem weiteren Streckenverlauf im Bereich Neu-Isenburg die Planungen aufgenommen.

Der Regionalverband FrankfurtRheinMain übernimmt die koordinierende Rolle zwischen den beteiligten Kommunen und Projektpartnern und begleitet die Umsetzung des Vorhabens.

Mit dem aktuellen Förderbescheid ist nun der Weg für die nächsten Planungs- und Umsetzungsschritte frei, um mit dem FRM9 einen weiteren wichtigen Baustein für eine moderne Radverkehrsinfrastruktur in der Region FrankfurtRheinMain zu schaffen.

Weitere Zitate zum Projekt:

Alexander Böhn, Kreisbeigeordneter des Kreises
Offenbach:

„Mit dem Förderbescheid wird aus einer starken Idee ein immer greifbareres Infrastrukturprojekt für die Menschen in unserer Region. Es macht mich stolz, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern den FRM9 Schritt für Schritt Realität werden lassen und damit neue Maßstäbe für nachhaltige Mobilität im Rhein-Main-Gebiet setzen.“ 

Max Breitenbach, Bürgermeister der Stadt Rodgau:

„Zu unserer guten Verbindung, die wir seit jeher zu unseren Nachbarkommunen haben, kommt nun auch noch eine, die ganz im Trend der Zeit liegt. Der nutzerfreundliche Ausbau lädt zum höchst komfortablen und umweltfreundlichen Pendeln oder Freizeitradeln geradezu ein.“ 

Holger Dechert, Erster Stadtrat und Dezernent der Stadt Dreieich:

„Da ich in Götzenhain wohne, freut es mich besonders, dass diese wichtige Netzlücke nach Dietzenbach bereits im 1. Bauabschnitt geschlossen wird. Denn ich mache meine dienstlichen Fahrten überwiegend mit dem Fahrrad und bin auch auf eine gute Verbindung in den Osten des Kreises Offenbach angewiesen.“ 

Dr. Dieter Lang, Bürgermeister der Kreisstadt Dietzenbach:

„Die Förderung ist ein starkes Signal für die Weiterentwicklung nachhaltiger Mobilität in unserer Region. Die Radschnellverbindung FRM9 bietet eine große Chance, Dietzenbach noch besser an zentrale Arbeitsstandorte wie den Flughafen Frankfurt anzubinden. Gerade für Berufspendlerinnen und -pendler schaffen wir damit eine sichere und attraktive Alternative zum Auto. Unsere bisherigen Maßnahmen zeigen, dass der Ausbau der Radinfrastruktur funktioniert und angenommen wird – diesen Weg gehen wir mit dem FRM9 konsequent weiter.“

Wolfgang Siefert, Mobilitätsdezernent der Stadt Frankfurt am Main:

„Die Kommunen entlang der Strecke übernehmen mit dem Bau des FRM9 Verantwortung für eine moderne und vernetzte Mobilität in der Region. Dafür gebührt ihnen Anerkennung. Sichere, direkte und komfortable Radverbindungen sind ein wichtiger Baustein, damit Beschäftigte und Pendelnde den Flughafen - einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte und Arbeitsstandorte in der Region – künftig noch besser erreichen können. Frankfurt begrüßt die Fortschritte ausdrücklich und bedankt sich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz.“

Oliver Steidl, Erster Stadtrat der Einhardstadt  Seligenstadt:

„Der Förderbescheid ist ein großartiges Signal für Seligenstadt als Ausgangspunkt des FRM9 sowie für die gesamte Region. Der Radschnellweg wird die Infrastruktur für den Alltags- und Pendlerverkehr deutlich aufwerten und lässt uns noch enger mit den Nachbarkommunen und dem Flughafen als zentralem Verkehrsknotenpunkt zusammenwachsen. Ich freue mich, dass dieses regionale Großprojekt nun spürbar Fahrt aufnimmt!“

Weitere Informationen

  • Mehr Infos zu den Radschnellwegen unter:  www.region-frankfurt.de/rsw
  • Der Regionalverband FrankfurtRheinMain setzt seit 2015 auf den Ausbau sicherer und gut ausgebauter Radschnellwege in der Region.
     
  • Der erste Spatenstich für einen Radschnellweg im Verbandsgebiet erfolgte 2018 mit dem Baubeginn des ersten Teilstücks der Strecke Frankfurt-Darmstadt (FRM1).

  • Der Radschnellweg FRM9 verbindet künftig Seligenstadt, Rodgau, Dietzenbach, Dreieich,
    Neu-Isenburg und den Flughafen Frankfurt.

  • Grundlage für die Umsetzung ist die zuvor erarbeitete Machbarkeitsstudie sowie die Kooperationsvereinbarung der beteiligten Partnerkommunen.


Weitere Informationen:

presse@region-frankfurt.de

Tel. 069 25771635

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