
Der Schulweg ist für viele Kinder ein wichtiger Bestandteil ihres Alltags. Besonders zu Beginn und am Ende des Unterrichts kommt es jedoch häufig zu unübersichtlichen Verkehrssituationen, weil sich Fuß-, Rad- und Busverkehr mit dem Bring- und Holverkehr der Eltern überlagern. Auch im Umfeld der Wingertschule zeigen sich solche Herausforderungen. Im Bereich der Pfaffengasse erschweren die Sackgassenlage und zusätzliche Wendevorgänge die Situation. Darüber hinaus stellen angrenzende Straßen wie die Neckarstraße und die Friedhofstraße besondere Anforderungen an sichere und gut geführte Schulwege. Vor diesem Hintergrund erarbeiten der Kreis Offenbach, die Stadt und die Wingertschule gemeinsam einen Schulmobilitätsplan, der gezielt auf die örtlichen Gegebenheiten eingeht. Ziel ist es, die Verkehrssituation insgesamt zu verbessern, sichere Wege zu stärken und den Bring- und Holverkehr klar und übersichtlich zu organisieren.
In dieser Woche fand an der Wingertschule ein Beratungstermin mit anschließendem Stadtspaziergang statt. Gemeinsam mit dem Kreisbeigeordneten des Kreises Offenbach, Alexander Böhn, Fachbereichsleiterin Bürger & Ordnung Karin Eisenhauer und Stadtplanerin Sonja Schneider von der Stadt Dreieich sowie der Schutzfrau vor Ort Tatjana Rasch, gingen die Beteiligten zentrale Wege und Bereiche im Schulumfeld gemeinsam ab. Auch Schülerinnen und Schüler waren aktiv eingebunden und brachten ihre Perspektiven ein, indem sie Problemstellen auf ihren Schulwegen aufzeigten und erläuterten. Dabei wurden insbesondere kritische Stellen identifiziert, vor Ort bewertet und intensiv diskutiert. Im Fokus standen unter anderem unübersichtliche Verkehrssituationen, Querungsmöglichkeiten sowie der Bring- und Holverkehr. Die gewonnenen Eindrücke bilden eine wichtige Grundlage für die weiteren Planungsschritte und die Entwicklung konkreter Maßnahmen. „Der Stadtspaziergang liefert uns wertvolle Hinweise aus der Praxis und zeigt konkret, wo Handlungsbedarf besteht“, betont Karin Eisenhauer. „So können wir gezielt Maßnahmen entwickeln, die den Schulweg für die Kinder sicherer und übersichtlicher machen.“ Dem kann sich Alexander Böhn nur anschließen: „Das Projekt zeigt, wie viel durch die enge Zusammenarbeit zwischen Kreis, Stadt und Schule erreicht werden kann. Gemeinsam entwickeln wir passgenaue Lösungen für die Situation vor Ort und leisten damit einen wichtigen Beitrag zu einer sicheren, selbstständigen und nachhaltigen Mobilität im Schulumfeld.“
Auftakt für Schulmobilitätspläne in Dreieich
Im März 2026 ist das Projekt zur Erarbeitung eines integrierten Schulmobilitätsplans an der Wingertschule gestartet. Ein Schwerpunkt liegt auf der Neuordnung des Bring- und Holverkehrs sowie der Verbesserung der Sicherheit im direkten Schulumfeld. Ziel ist es zudem, das Sicherheitsgefühl der Eltern zu stärken und so langfristig eigenständige Schulwege zu fördern. Die Koordination des Gesamtprojekts übernimmt die Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement (ivm), die fachliche Ausarbeitung erfolgt durch das Büro Mobilitätslösung aus Darmstadt. Schulmobilitätspläne bündeln dabei vielfältige, aufeinander abgestimmte Maßnahmen – von infrastrukturellen Anpassungen und verkehrsorganisatorischen Lösungen bis hin zu Angeboten der Mobilitätsbildung. „Jedes Konzept wird individuell auf die jeweilige Schule und ihr Umfeld zugeschnitten“, betont Heike Mühlhans, Geschäftsführerin der ivm. „Grundlage sind Workshops, gemeinsame Ortsbegehungen und Befragungen im engen Austausch mit allen Beteiligten. Ein besonderes Augenmerk liegt natürlich auch auf der Sichtweise der Schülerinnen und Schüler – schließlich geht es um ihren Schulweg, ihre Sicherheit und ihre Selbstständigkeit.“
Das Programm „Besser zur Schule“
Seit dem Jahr 2018 wurden durch die ivm gemeinsam mit über 120 Schulen erfolgreiche Prozesse zur Entwicklung integrierter Schulmobilitätspläne angestoßen und abgeschlossen. Das Programm „Besser zur Schule“ erfreut sich dabei zunehmender Beliebtheit und ist weit in den Kommunen sowie Landkreisen in der Region Frankfurt RheinMain sowie in ganz Hessen verankert. Schulen, Schulträger und Kommunen in der Region Frankfurt RheinMain und Hessen können kostenfrei an dem Beratungsprogramm teilnehmen, um den Verkehr von und zu Schulen nachhaltiger, sicherer und umweltfreundlicher zu gestalten. Informationen zum Beratungsprogramm sind zu finden unter: www.BesserZurSchule.de.
Kontakt
Simon Caputo (Referent für Unternehmenskommunikation)
ivm (integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain)
Bessie-Coleman-Straße 7
60549 Frankfurt am Main
Tel. +49(0)69 66 07 59 12
E-Mail: S.Caputo@ivm-rheinmain.de
www.ivm-rheinmain.de
Über das Programm „Besser zur Schule“ www.BesserZurSchule.de und die ivm – www.ivm-rheinmain.de
Die ivm hat die Aufgabe, Maßnahmen für ein integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement in der Region Frankfurt RheinMain zu entwickeln. Zusammen mit ihren Gesellschaftern – den Städten und den Landkreisen der Region Frankfurt RheinMain, den Ländern Hessen und Rheinland-Pfalz sowie dem Rhein-Main-Verkehrsverbund – setzt sie diese gemeinsam um.
Die ivm bietet im Rahmen von „Besser zur Schule“ Bausteine zur Beratung, Qualifizierung und Umsetzung im Bereich Schulisches Mobilitätsmanagement an. Alle Angebote können unter www.BesserZurSchule.de abgerufen werden.


