
Eine mögliche Hundewiese könnte eine Fläche von rd. 2.500 Quadratmetern umfassen und mit einem Zaun, Schleusenzugängen sowie Hundekotspendern und Abfallbehältern ausgestattet werden. Ein Teil der benötigten Fläche befindet sich im Bellung bereits im Eigentum der Stadt Dreieich. Für die Realisierung müssten jedoch weitere Grundstücke erworben werden. Neben dem Grunderwerb wären weitere umfangreiche naturschutzfachliche Untersuchungen notwendig. So wäre ein artenschutzfachlicher Fachbeitrag einschließlich Kartierung erforderlich. Die Ergebnisse müssten anschließend mit den zuständigen Naturschutzbehörden abgestimmt werden. Weitere Maßnahmen wie die Geländefreimachung, Gehölzpflege sowie die Errichtung der Einfriedung und der Ausstattung kämen noch dazu.
Nach der derzeitigen Kostenschätzung würden sich die Ausgaben für Grunderwerb, Voruntersuchungen, Geländevorbereitung und Herstellung auf rund 60.000 Euro belaufen. Hinzu kämen die Kosten für mögliche naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen sowie die späteren Pflege- und Unterhaltskosten, die derzeit noch nicht beziffert werden können.
Die kompletten Prüfungs- und Untersuchungsergebnisse sowie die Kostenkalkulationen wurden dem Magistrat als Entscheidungsgrundlage vorgelegt. Nach Abwägung der zu erwartenden Kosten und Auswirkungen auf den Zeitplan des Bebauungsplanverfahrens sprach sich der Magistrat daher gegen die Einrichtung einer Hundewiese im Plangebiet aus. „Leider bieten sich nach unseren umfassenden Prüfungen keine weiteren Flächen an, die alle Voraussetzungen für eine sichere, genehmigungsfähige, ausreichend große und günstig zu finanzierende Hundewiese bieten könnten“, sagt Erster Stadtrat Holger Dechert abschließend. Eine Wiese an der Hainer Chaussee zwischen Halfpipe und Freibad habe bei einer genaueren Betrachtung Biotope aufgewiesen, was eine Nutzung als Hundewiese ausschließt. Die Wiese zwischen Schwimmbad und Tennisplatz wiederum ist für die Renaturierung des Hengstbaches vorgesehen. Weitere mögliche Flächen wie beispielsweise im Seegewann werden als landwirtschaftliche Flächen genutzt und liegen entsprechend im Ackerland.

