Kinder und Jugend

Kitas Dreieich: Kinder für die Zukunft – Nachhaltigkeit für Dreieich Gütesiegelübergabe 2026 würdigt Engagement für nachhaltige Bildung

Link kopieren

Seit 2018 begleitet die Fortbildungsreihe die Einrichtungen der Stadt auf ihrem Weg zur sogenannten „Klimaschutz-Kita“. Ziel ist es, Umweltbewusstsein und nachhaltiges Handeln frühzeitig zu fördern und fest im Alltag der Kitas zu verankern. Kindertagesstätten sind dabei ein idealer Lernort: Kinder entdecken ihre Umwelt mit Neugier und lernen spielerisch, wie ihr eigenes Handeln Auswirkungen auf Natur, Ressourcen und Gesellschaft hat.

 

Im Rahmen der Fortbildung setzen sich pädagogische Fachkräfte intensiv mit Themen wie nachhaltiger Ernährung, Ressourcenschonung, Konsumverhalten und Umweltbildung auseinander. Die erarbeiteten Inhalte werden anschließend in vielfältigen Projekten gemeinsam mit den Kindern umgesetzt – praxisnah, kreativ und alltagsbezogen.

 

Die diesjährige Gütesiegelvergabe macht deutlich, wie lebendig und ideenreich Nachhaltigkeit in den Einrichtungen umgesetzt wird, insgesamt wurden fünf Kitas gewürdigt.

Bürgermeister Martin Burlon betont die Bedeutung des Projekts: „Die Arbeit unserer Kindertagesstätten zeigt eindrucksvoll, wie früh nachhaltiges Denken und Handeln verankert werden kann. Die Kinder lernen nicht nur theoretisch, sondern erleben ganz konkret, wie sie selbst Verantwortung für ihre Umwelt übernehmen können. Dieses Engagement ist ein wichtiger Beitrag für die Zukunft unserer Stadt.“

 

Mehrere Kitas legten einen Schwerpunkt auf Ernährung und regionale Produkte. In der Kita Erich-Kästner-Straße beispielsweise wurde der Speiseplan konsequent auf saisonale und regionale Lebensmittel ausgerichtet. Kinder besuchten Wochenmärkte, probierten verschiedene Obstsorten und lernten Herkunft sowie Verarbeitungswege kennen. Auch das Mahlen von Getreide und gemeinsames Backen förderten ein tiefes Verständnis für Lebensmittel.

 

Ähnliche Ansätze verfolgte die Kita Winkelsmühle: Mit Projekten wie Ernährungspyramiden, Saisonkalendern und der Visualisierung von Transportwegen wurde das Bewusstsein für nachhaltige Ernährung gestärkt. Selbst gebackenes Brot, angelegte Hochbeete und Gespräche über Herkunft und Produktion von Lebensmitteln machten Nachhaltigkeit für Kinder greifbar. Ein zentrales Thema vieler Einrichtungen war der bewusste Umgang mit Materialien. Die Kita Kurt-Schumacher-Ring organisierte eine Kunstausstellung aus recycelten Materialien und zeigte eindrucksvoll, wie aus Abfall kreative Werke entstehen können.

 

Auch in anderen Kitas wurde Upcycling aktiv gelebt: Restmaterialien wurden in kreativen Projekten wiederverwendet, und mit sogenannten „Remida“-Ansätzen1 entstanden neue Netzwerke zur Nutzung von Wertstoffen aus Alltag und Wirtschaft.

 

Einige Projekte brachten Kinder in direkten Kontakt mit der Natur: Hochbeete, Insektenhotels, Barfußpfade oder das gemeinsame Pflanzen von Obst und Gemüse ermöglichten unmittelbare Naturerfahrungen. In der Krippe Hegelstraße gehörten zudem Waldtage, Vogelprojekte und eigenes Herstellen von Lebensmitteln zum Alltag.

 

Die Kita Zeisigweg setzte auf die aktive Beteiligung der Kinder: Gemeinsam wurde erforscht, wo Nachhaltigkeit im Kita-Alltag sichtbar wird. Ergebnisse wurden dokumentiert und in Gesprächen reflektiert. Auch konkrete Maßnahmen wie ein „Filzführerschein“ für wiederbefüllbare Stifte zeigen, wie Nachhaltigkeit praktisch umgesetzt werden kann.

Kerstin Briese, Fachbereichsleitung, hebt die pädagogische Qualität hervor:
„Die Vielfalt und Kreativität der Projekte ist beeindruckend. Die Fachkräfte schaffen es, komplexe Themen wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit kindgerecht aufzubereiten und im Alltag erlebbar zu machen. Gleichzeitig entwickeln sich die Einrichtungen selbst kontinuierlich weiter – das ist gelebte Bildung für nachhaltige Entwicklung.“

 

Die Projekte verdeutlichen: Bildung für nachhaltige Entwicklung ist kein abstraktes Konzept, sondern wird im Alltag der Kinder konkret erfahrbar. Ob beim Einkaufen, Kochen, Basteln oder Spielen – überall entstehen Lernmomente, die zu verantwortungsbewusstem Handeln befähigen.

 

Die hohe Beteiligung der Einrichtungen zeigt den Erfolg des Projekts: Bereits 16 von 19 städtischen Kitas in Dreieich nahmen teil, zahlreiche Fachkräfte haben sich zu BNE-Expertinnen und -Experten weitergebildet. Mit der Gütesiegelübergabe am 4. Mai 2026 endete die sechste Projektstaffel – und gleichzeitig steht die nächste Runde bereits in den Startlöchern.

 

Das Projekt „Kinder für die Zukunft – Nachhaltigkeit für Dreieich“ zeigt eindrucksvoll, wie frühkindliche Bildung einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Die ausgezeichneten Kitas vermitteln nicht nur Wissen, sondern prägen Haltungen – und legen damit den Grundstein für eine nachhaltigere Zukunft.



Keine Mitarbeitende gefunden.

Weitere Meldungen

PRESSEMELDUNGEN