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Auf dieser Seite werden alle Pressemitteilungen der Stadt Dreieich veröffentlicht, die von der Stadt an die Medien weitergegeben werden, um Bürgerinnen und Bürger umfassend über kommunale Entwicklungen, Planungen und Entscheidungen von öffentlichem Interesse und öffentlicher Bedeutung zu informieren. Alle Pressemitteilungen, die seit 2017 veröffentlicht wurden, können hier nach Zeitraum, Stichworten und Rubriken recherchiert werden.
Fachbereich Verwaltungssteuerung & ServiceKommunikation & BürgerbeteiligungLeben in Dreieich, Rathaus

Gefahr des Anstiegs häuslicher Gewalt durch Corona

Frauenbeauftragte der Stadt Dreieich als telefonische Ansprechpartnerinnen erreichbar
Dreieich. Durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus wird eine Häufung von häuslicher Gewalt gegen Frauen und Kinder befürchtet. Der in diesen Tagen viel zitierte „Lagerkoller“, den viele Familien gerade durchleben, kann, auch zum Beispiel in Verbindung mit beengten Wohnverhältnissen oder Sorgen um die finanzielle Existenz, zur Häufung von häuslicher Gewalt in den Familien führen. Das Konfliktpotenzial ist deutlich gestiegen.

Die Medien berichten über China, dass seit dem Corona-Ausbruch die häusliche Gewalt stark zugenommen habe. Expert*innen warnen davor, dass dies auch in Deutschland für möglich gehalten wird. So hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey darauf hingewiesen, dass es für Opfer wichtig sei zu wissen, dass sie das Haus verlassen dürfen, um sich Hilfe zu holen. Das sei ein triftiger Grund.

Auch der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes Heinz Hilgers warnt in einem Interview mit der Rheinischen Post, dass der Druck auf die Familien wächst, aber zugleich viele Sicherungsnetze entfallen. Und er erklärt weiter, dass es so gut wie keine soziale Kontrolle mehr gebe, weil Kitas und Schulen mit ausgebildetem Fachpersonal geschlossen und auch die Nachbarschaftskontakte unterbrochen sind. Auch wenn viele Familien nun in einer Ausnahmesituation sind, warnte Hilgers vor Menschen, die sich im Netz als Kinderbetreuer anbieten, und rät Eltern dringend davon ab, Kinder in die Obhut von Menschen zu geben, wenn sie diese nicht kennen, da das Risiko zu groß ist.
Beratungsstellen für Frauen stehen derzeit vor der Herausforderung, die Ansteckungsgefahr mit Corona in ihrer täglichen Arbeit zu verringern. Bei der Beratung wird daher weitgehend auf Telefon- oder Onlineberatung umgestellt. Die Beratungsstellen sind aber weiterhin erreichbar. „Bis jetzt ist noch kein erhöhtes Aufkommen zu verzeichnen“ so Susan DeTroy, Frauenberatungsstelle und Frauennotruf, Frauen helfen Frauen Kreis Offenbach e. V. „wir sind gut erreichbar“.
Auch im Frauenbüro der Stadt Dreieich sind Karin Siegmann und Sandra Kronz montags bis freitags von 9 Uhr bis 12 Uhr unter 06103 601-960 / -961 telefonisch erreichbar, um betroffene Frauen zu beraten, insbesondere wo welche Hilfsangebote bereit stehen.
„Wir empfehlen allen als Nachbarn in dieser Zeit besonders wachsam zu sein und im Zweifelsfall die Polizei zu rufen.“ erklären die Frauenbeauftragten der Stadt Dreieich. „Wer die Befürchtung hat, dass jemand in seinem Umfeld betroffen sein könnte, sollte diese Person aktuell besonders häufig kontaktieren, denn Gewalt isoliert und gewaltbetroffene Menschen fühlen sich oft alleine. Jede Nachricht kann in einer solchen Situation dazu beitragen, sich weniger alleine zu fühlen und dazu führen, sich im Notfall über diese Person Hilfe zu holen.“

Die Solidarität in unserer Gesellschaft ist in diesen Tagen groß. Viele sind überrascht von einer Vielzahl kreativer Ideen, die Menschen in der Krise entwickeln und wie Menschen sich gegenseitig beistehen. Für (potenzielle) Opfer von häuslicher oder sexualisierter Gewalt sollte dies erst recht gelten.
Das Frauenbüro Dreieich hat die Kontakte für kostenlose Hilfe für Betroffene zusammengestellt:

Für Frauen
• Frauenberatungsstelle und Frauennotruf Frauen helfen Frauen Kreis Offenbach e. V. mit mehreren Beratungsstellen im Kreis: 06106 13360
(Mo. - Do. 9.00 Uhr - 16.30 Uhr, Fr. 9.00 - 12.30 Uhr)
• Bundesweites Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen (24 Std. in 17 Sprachen):
0800 116016
• Der Notdienst des Allgemeinen Sozialen Dienstes des Fachdienstes Jugend und Familie (Jugendamt) des Kreis Offenbach ist unter 06074 8180-3355 zu erreichen

Für Kinder
• Die Nummer gegen Kummer für Kinder und Jugendliche berät bundesweit, kostenfrei und anonym über Telefon, Email und Chatfunktion: Telefon: 11 6 111
• Deutscher Kinderschutzbund Rodgau: 06106 62 186
• Weisser Ring, Opfertelefon: 116 006
(Auch Männer, die ein Aggressions- und Gewaltproblem haben, können frühzeitig Hilfe und Beratung beim Weissen Ring bekommen, Infos unter https://weisser-ring.de/ring.de).

Alle, die sofort Hilfe brauchen, rufen den Notruf der Polizei unter 110 an.

Herausgeber / Ansprechpartner

Fachbereich Verwaltungssteuerung & Service
Kommunikation & Bürgerbeteiligung
Frau Claudia Scheibel
Hauptstraße 45
63303 Dreieich
Telefon
06103 - 601-190
Telefax
06103 - 601-8190
E-Mail
pressedreieichde
Internet

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