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© Stadt Dreieich

Zurück in die Schule oder einen Beruf

27.11.2018

Der Schulbesuch gehört für die allermeisten Kinder in Deutschland zum Alltag. Trotzdem gibt es immer wieder Jugendliche, die nicht mehr in der Schule erscheinen. Schulabsentismus ist der dafür verwendete Fachbegriff. Die Gründe für Schüler*innen, dem Schulalltag fernzubleiben, sind vielfältig.

Dorothea Schüttkemper, Mitarbeiterin der städtischen Kinder- und Jugendförderung, unterstützt jugendliche Schulverweigerer, damit sie wieder den Weg ins Klassenzimmer finden. „Häufig ist die Schule kein fester Bezugspunkt im Leben der Jugendlichen mehr, sie übernehmen die Betreuung von Geschwisterkindern oder helfen im Betrieb der Eltern mit. Zudem haben viele von ihnen in der Schule Misserfolge erlebt, wurden schlecht bewertet und können damit nicht umgehen“, berichtet Dorothea Schüttkemper über mögliche Ursachen. „Andere sind in der Nacht aktiv, beispielsweise beim Online-Spielen, und schaffen es morgens schlichtweg nicht aus dem Bett. Der Stellenwert der Institution Schule ist für diese Jugendlichen gering, die Qualifikationsmöglichkeiten, die sie bietet, werden häufig nicht gesehen“, ergänzt die Sozialarbeiterin.

Dorothea Schüttkemper, die seit August 2015 mit dieser Aufgabe betraut ist, bekommt die Meldungen über das Fernbleiben vom Unterricht zumeist durch die Eltern oder die Schulsozialarbeiter*innen. Schon die Kontaktaufnahme zu den betreffenden Jugendlichen bedarf eines besonderen Fingerspitzengefühls. Häufig finden die ersten Kontakte im häuslichen Umfeld oder an einem neutralen Platz statt. „Wichtig ist es, erst einmal zuzuhören, die Gründe für das Fernbleiben vom Unterricht erschließen sich meist recht schnell“, berichtet die erfahrende Sozialarbeiterin. Gelingt es, dass sie und die Eltern der Jugendlichen an einem Strang ziehen, sind die Erfolgsaussichten am höchsten. Leider ist dies nicht immer gegeben.

Glücklicherweise hat sich Dorothea Schüttkemper in den letzten Jahren ein gutes Netzwerk aufbauen können. Neben den Kontakten zu den Schulen und deren Schulsozialarbeiter*innen, pflegt sie den Kontakt zu Beratungsstellen, Jugendzentren, Jugendämtern und Arbeitskreisen des Kreises Offenbach. Aktuell werden 12 Jugendliche, die nicht zur Schule gehen, von ihr begleitet.

Das Projekt „Jugend stärken in Schule und Beruf“ richtet sich an Jugendlichen bis 16 Jahre, deren Schulabschluss in Gefahr ist, die keinen Schulabschluss haben oder die dem Unterricht aus unterschiedlichen Gründen fern bleiben. „Für den weiteren Lebensweg ist das ein entscheidender Punkt. Je länger die Jugendlichen das System verlassen haben, desto schwieriger wird die Wiedereingliederung.“, betont Schüttkemper. „Es lohnt sich an den Jugendlichen dran zu bleiben“. Diejenigen, die es nicht schaffen, begleitet sie früher oder später häufig über ihr zweites Projekt, die „BerufsWegeBegleitung“, weiter.

Das Projekt „BerufsWegeBegleitung“ arbeitet mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zum Alter von 27 Jahren, die Unterstützung beim Einstieg in die Berufswelt benötigen, berät aber auch junge Menschen, die zunächst erst einmal einen festen Boden unter den Füßen bekommen müssen, bevor sie ihre weitere Zukunft planen können. Im Jahr 2018 hat Schüttkemper in diesem Projekt mit bisher 21 Jugendlichen, gearbeitet und acht von ihnen in eine Ausbildung vermitteln können. Hierbei helfen ihr die guten Kontakte zu den regionalen Betrieben oder auch dem Arbeitskreis „Schule-Wirtschaft, Südhessen“.

„Ich freue mich, dass wir diese erfolgreichen Projekte fortsetzen können“, erklärt Bürgermeister Dieter Zimmer. Für JUGEND STÄRKEN in Schule und Beruf und die BerufsWegeBegleitung hat der Kreis bis einschließlich 2020 grünes Licht gegeben und wird die Projekte mit jährlich rund 46.000 Euro unterstützen.“

Die Projekte, die innerhalb der städtischen Kinder- und Jugendförderung dem Projekt „Übergang Schule-Beruf“ zugeordnet sind, werden gefördert durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI), das Sozialbudget, den Kreis Offenbach und die Flughafenstiftung 'Pro Region'. Die übrigen Kosten, ca. 20.000 Euro jährlich, finanziert die Stadt Dreieich.

Jugendliche können Dorothea Schüttkemper montags bis freitags telefonisch unter 0175/ 9101474 oder per Mail, Dorothea.Schuettkemperdreieichde, erreichen und mit ihr Termine abstimmen.

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