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Aufenthalt für qualifizierte Geduldete zum Zweck der Beschäftigung

Aufenthalt für qualifizierte Geduldete zum Zweck der Beschäftigung 

  • Überblick

    Wenn Sie lediglich eine Duldung besitzen, aber beruflich qualifiziert sind (z.B. Berufsausbildung, Hochschulabschluss) und Aussicht auf einen Arbeitsplatz haben, können Sie einen Aufenthaltstitel zum Zweck der Beschäftigung beantragen.

    Hinweis: Ein Aufenthaltstitel darf nur erteilt werden, wenn ein konkretes Arbeitsplatzangebot vorliegt, wobei sich die Zulassung der Beschäftigung generell an den Erfordernissen des Wirtschaftsstandortes Deutschland unter Berücksichtigung der Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt orientiert.


     

    An wen muss ich mich wenden?

    Ausländerbehörden (Landräte und Oberbürgermeister)

  • Details

    Verfahrensablauf

    Sie müssen den Antrag auf Erteilung eines Aufenthaltstitels zum Zweck der Beschäftigung schriftlich bei der Ausländerbehörde stellen. Die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit wird von der Ausländerbehörde in einem verwaltungsinternen Verfahren eingeholt.

    Erst nach Erhalt des Aufenthaltstitels zum Zweck der Beschäftigung dürfen Sie die Beschäftigung aufnehmen.

    Tipp: Nach 2 Jähriger Tätigkeit mit diesem Aufenthaltstitel in dem Beruf, für den Sie die Qualifikation nachgewiesen haben, dürfen Sie auch eine Beschäftigung in einem anderen Bereich annehmen.
     

    Voraussetzungen

    Die Erteilung eines Aufenthaltstitels setzt in der Regel voraus, dass

    • Sie die Pass- und Visumpflicht erfüllen,
    • der Lebensunterhalt ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel gesichert ist (der Lebensunterhalt gilt als gesichert, wenn Einkünfte in Höhe des einfachen Sozialhilferegelsatzes zuzüglich der Kosten für Unterkunft und Heizung sowie etwaiger Krankenversicherungsbeiträge erzielt werden),
    • kein Ausweisungsgrund vorliegt und
    • Ihr Aufenthalt nicht aus einem sonstigen Grund Interessen der Bundesrepublik Deutschland beeinträchtigt oder gefährdet.

    Außerdem müssen Sie

    • über ausreichenden Wohnraum und
    • ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen,
    • die sachlichen und persönlichen Voraussetzungen für die Arbeitsmigration erfüllen und
    • einen Arbeitsplatz oder ein konkretes Arbeitsplatzangebot haben.

    Zu den sachlichen und persönlichen Voraussetzungen zählen insbesondere:

    • in Deutschland erworbene qualifizierte Berufsausbildung oder ein Hochschulabschluss
    • im Ausland erworbener Hochschulabschluss und ununterbrochene 2 Jährige berufliche Erfahrung in Deutschland
    • im Ausland erworbene qualifizierte Berufsausbildung und ununterbrochene 3 Jährige Tätigkeit als Fachkraft in diesem Beruf in Deutschland

    Voraussetzung ist auch, dass die Bundesagentur für Arbeit zugestimmt hat, sofern durch Verordnung nichts anderes geregelt ist.

    Hinweis: Die Erteilung eines Aufenthaltstitels ist ausgeschlossen, wenn Sie die Ausländerbehörde vorsätzlich über aufenthaltsrechtlich relevante Umstände getäuscht haben oder behördliche Maßnahmen zur Aufenthaltsbeendigung vorsätzlich hinausgezögert oder behindert haben. Sie dürfen außerdem keine Bezüge zu extremistischen oder terroristischen Organisationen haben und diese auch nicht unterstützen.
     

    Unterlagen

    Nachweise der oben genannten Voraussetzungen, insbesondere Nachweis des Arbeitsplatzes beziehungsweise Arbeitsplatzangebotes und der Qualifikation

    Gebühren

    Die Höhe der Gebühr hängt von der Geltungsdauer der Aufenthaltserlaubnis ab:

    • bis zu einem Jahr: 100,00 Euro
    • über ein Jahr: 110,00 Euro

    Bei einer Verlängerung für einen weiteren Aufenthalt gilt:

    • Verlängerung bis zu 3 Monaten: 65,00 Euro
    • Verlängerung von mehr als 3 Monaten: 80,00 Euro

    Hinweis: Eine Gebührenbefreiung kann nur in Ausnahmefällen in Betracht kommen.

    Rechtsgrundlagen