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Auf dieser Seite werden alle Pressemitteilungen der Stadt Dreieich veröffentlicht, die von der Stadt an die Medien weitergegeben werden, um Bürgerinnen und Bürger umfassend über kommunale Entwicklungen, Planungen und Entscheidungen von öffentlichem Interesse und öffentlicher Bedeutung zu informieren. Alle Pressemitteilungen, die seit 2017 veröffentlicht wurden, können hier nach Zeitraum, Stichworten und Rubriken recherchiert werden.
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Magistrat legt Stellungnahme im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zur Regionaltangente West vor

Magistrat äußert Unverständnis gegenüber der vorgeschlagenen Lösung am Endhaltepunkt Buchschlag und fordert andere Ausführung
Dreieich. Mit den im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens vorgestellten Plänen zur Regionaltangente West (RTW) am Bahnhof Buchschlag hat sich der Magistrat in seiner gestrigen Sitzung befasst und dabei einige Kritikpunkte zu Papier gebracht. Statt des gewünschten Mittelbahnsteigs zur schnellen und barrierefreien Umsteigemöglichkeit in die Dreieichbahn und somit der Aufrechterhaltung der möglichen zukünftigen baulichen Durchbindung der RTW auf die Dreieichbahn hält die RTW Planungsgesellschaft trotz aller Forderungen, auch der betroffenen Anrainerkommunen der Dreieichbahn, an der Variante mit Außenbahnsteig in Buchschlag nun auch im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens fest.

„Grundsätzlich wird nach wie vor das für die Region so wichtige Projekt Regionaltagente West auch seitens des Magistrats und von mir persönlich sehr begrüßt und unterstützt“, erklärt Bürgermeister Martin Burlon. „Jedoch weichen die vorgelegten Pläne eines Außenbahnsteigs am Bahnhof Buchschlag erheblich von dem ursprünglichen Vorhaben eines Mittelbahnsteigs ab und wir haben daher große Bedenken hinsichtlich der Zukunftsfähigkeit dieser so wichtigen Schienenverbindung“ so der Bürgermeister weiter und er fügt ergänzend hinzu: „Wesentliche Bedenken, die die Stadt Dreieich bereits im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung vorgetragen hat, wurden in keinster Weise gewürdigt und haben keinen Eingang in die Planfeststellungsunterlagen gefunden.“

Die Forderung des Magistrats der Stadt Dreieich, die dieser nach Beratung und Beschlussfassung durch die Stadtverordnetenversammlung im Rahmen ihrer Stellungnahme nun fristgerecht im Planfeststellungsverfahren äußern wird, umfasst die Beibehaltung der bisherigen Lösung „Mittelbahnsteig“ aus folgenden Gründen:
• der Zukunftsfähigkeit der RTW mit dem Grundgedanken, dass die Herstellung einer barrierefreien Umwelt Bedingung für eine unabhängige Lebensführung und die volle Teilhabe an allen Aspekten des Lebens ist, entsprechend des § 2 Absatz 3 der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO)
• der Zukunftsfähigkeit der RTW hinsichtlich der Fahrgastgewinnung und -bindung für ein modernes, zeitgemäßes und schnelles Nahverkehrsmittel
• der Aufrechterhaltung der Möglichkeit der Durchbindung der RTW auf die Dreieichbahn ohne ein erneutes Planfeststellungsverfahren zur Planänderung
• der Aufrechterhaltung des Ziels der RTW zur Verbesserung des öffentlichen Schienenpersonennahverkehrs durch die Schaffung einer neuen tangentialen Schienenverbindung im Orts– und Nachbarschaftsverkehr der Metropolregion Frankfurt RheinMain als Verbindung der westlichen Stadtteile der Stadt Frankfurt am Main sowie der umliegenden Kreise, Städte und Gemeinden mit und untereinander und zur besseren intermodalen Anbindung des Flughafens Frankfurt am Main, welches mit dem Wegfall der Durchbindungsmöglichkeit der RTW auf die Dreieichbahn nicht mehr verfolgt werden würde.

Nach wie vor sieht der Magistrat als einen großen Nachtteil der Variante Außenbahnsteig, dass ein direkter Umstieg zur Dreieichbahn nicht möglich und in den Plänen ein Anschluss der Regionaltangente West an die Dreieichbahn generell nicht vorgesehen ist. „Den Aspekt Barrierefreiheit außer Acht zu lassen, ist nicht zeitgemäß und absolut nicht nutzerfreundlich“, betont Bürgermeister Martin Burlon und wird darüber hinaus „dem Ziel des Schaffens einer zukunftsfähigen, die Region verbindenden und attraktiven Nahverkehrsverbindung im ÖPNV-Netz der Region nicht gerecht“, so Burlon weiter. Vier Millionen mehr würde geschätzt die optimale Umsteigemöglichkeit kosten. „Gerade weil in einer Wachstumsregion wie der unseren die Grenzen der Leistungsfähigkeit der bestehenden Verkehrsinfrastruktur bereits erreicht sind, muss ein solches Projekt wie die Regionaltangente West,“ so der Bürgermeister, „nachhaltig zum Ausbau und der Vernetzung des schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehrs und damit der Verkehrsinfrastruktur der Region beitragen.“

„Trotz unserer erheblichen Bedenken stehen wir weiterhin hinter dem Projekt der Regionaltangente West und vor allem hinter der Anbindung des Bahnhofs Buchschlag auf der Ostseite, was überhaupt nur ermöglicht, die Potentiale an Pendlern aus Richtung Dieburg und Umgebung hier auf die RTW zu bringen. Wir möchten und müssen aber die Planungsgesellschaft wiederholt eindringlich auffordern, das Vorhaben auf Zukunftsfähigkeit und die zu tätigenden Investitionen auf Nachhaltigkeit zu überprüfen“, so Bürgermeister Martin Burlon. „Es kann nicht sein“, so der Bürgermeister weiter: „dass hier unnötig erschwerte und zeitraubende Umsteigewege geschaffen werden, was die Gesamtreisezeit erhöht und die Nutzung des ÖPNV wieder unattraktiv macht.“

Zur Regionaltangente West: Die als S-Bahn-Trasse ausgelegte neue Schienenstrecke soll von Bad Homburg gen Süden den Westen Frankfurts umfahren, zum Flughafen und von dort weiter bis Dreieich-Buchschlag führen. Diese, weitestgehend auf Bestandsgleisen führende Schienenverbindung soll den Schienenpersonenverkehr verbessern, die Umweltbelastung reduzieren und eine umsteigefreie Verbindung der westlich angesiedelten Frankfurter Stadtteile und Kommunen ermöglichen.

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