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Auf dieser Seite werden alle Pressemitteilungen der Stadt Dreieich veröffentlicht, die von der Stadt an die Medien weitergegeben werden, um Bürgerinnen und Bürger umfassend über kommunale Entwicklungen, Planungen und Entscheidungen von öffentlichem Interesse und öffentlicher Bedeutung zu informieren. Alle Pressemitteilungen, die seit 2017 veröffentlicht wurden, können hier nach Zeitraum, Stichworten und Rubriken recherchiert werden.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeitder Stadt DreieichLeben in Dreieich, Rathaus, Pressekonferenz

Baumsterben im Stadtgebiet als Folge des Extremsommers 2018 geht weiter

Als Folge des Extremsommers 2018 wurden Ende Februar circa 100 Bäume im Stadtgebiet gefällt, die im Spätsommer abgestorben waren. Doch jetzt sind im Stadtgebiet weitere 50 Bäume abgestorben. Grund für die Misere sind vor allem pilzliche Erreger und Borkenkäfer, die den vorgeschädigten Bäumen stark zusetzen.
Ganz schlimm erwischt hat es den Innenbereich des Berliner Ring. Aus Gründen der Verkehrssicherheit müssen dort kurzfristig alleine 25 Bäume gefällt werden.

Bürgermeister Martin Burlon: „Obwohl wir viele Bäume im Stadtgebiet im Winter fällen mussten, wussten wir, dass eventuell mit weiteren Ausfällen zu rechnen ist. Dass es aber so schlimm kommt, hat wohl niemand vermutet. Die Folgen des Klimawandels sind auch in Dreieich deutlich spürbar und tun richtig weh. Es betrifft eben nicht nur Gletscher und die Küstenstädte irgendwo auf der Welt, sondern es betrifft uns alle, auch uns vor Ort in Dreieich!“

„Die Folgend des Sommers 2018 für den städtischen Baumbestand sind katastrophal. Es gibt kaum eine heimische Baumart, die nicht direkt durch die Trockenheit oder indirekt durch Schadorganismen gelitten hat oder erheblich geschädigt ist.“ stellt Sylvio Jäckel von der DLB AöR fest und erläutert Details.

Bei den Fichten geht das Sterben weiter, weil sich die Borkenkäfer in den abgestorbenen Fichten in den Privatgärten und im Wald weiter vermehren und dann Nachbarbäume anfliegen. Hier müssen zum Beispiel drei in der Koberstädter Straße am Spielplatz gefällt werden.
Bei den Birken sind einige im Frühjahr nicht mehr ausgetrieben. Sie haben den trockenen Sommer schlichtweg nicht überlebt (z.B. Frankfurter Straße, Langener Straße, Eisenbahnstraße).

Vor allem schlagen jetzt auch Mikropilze im Stadtgebiet gnadenlos zu: Sie sind auf einzelne Baumarten spezialisiert und befallen aktuell die Bäume, die geschwächt sind und deshalb wenig Gegenwehr leisten können.

Bestes Beispiel ist hier der Mikropilz Diplodia pinea, der bei Kiefern das derzeit im Rhein-Main-Gebiet grassierende Kieferntriebsterben verursacht. Alleine im Bürgerpark mussten hier im Frühjahr nochmal 15 Kiefern im Bereich des Spielplatzes gefällt werden.
Auch im Berliner Ring müssen jetzt deswegen sieben große Kiefern gefällt werden.
Doch damit nicht genug!

Trauriges Beispiel Berliner Ring
Idyllisch lag der Spielplatz im Berliner Ring in einem waldartigen Bestand alter Buchen. Vor zehn Jahren war er im Rahmen eines Soziale Stadt-Projektes gebaut worden und die großen, alten Buchen wurden in die Planung integriert. Seitdem konnten die Kinder im Sommer unter dem schützenden Blätterdach spielen und Erwachsene sich ausruhen. Jetzt müssen dort nächste Woche alleine 15 alte, große Buchen gefällt werden. Weitere müssen teilweise eingekürzt, bei anderen muss Totholz entnommen werden. Ob diese dann den Sommer überleben bleibt abzuwarten.

Das ganze Ausmaß der Schäden an Buchen zeigt sich erst jetzt nach dem Austrieb.
Viele Buchen zeigen im Rhein-Gebiet Komplexschäden mit Sonnenbrand, Schleimfluss und Rindenpilzerkrankungen und sind gar nicht mehr oder nur noch teilweise ausgetrieben. „Dieses Trauerspiel kann man derzeit in den Waldflächen um Dreieich und in der gesamten Region beobachten. Die Forstämter werden das hohe Aufkommen an Kalamitätenholz in diesem Jahr kaum bewältigen können. Dies wird gravierende Folgen für die Verkehrssicherheit von Spaziergängern im Wald haben und die Waldbrandgefahr in Trockenphasen wird deutlich steigen – von den Kosten ganz zu schweigen.“ so die Prognosen Jäckels.

Bürgermeister Martin Burlon: „Der Zeitpunkt für Baumfällungen ist zwar wegen der Brut- und Setzzeit ungünstig, aber wir müssen die Sicherheit der vielen Anwohner und Besucher des Spielplatzes gewährleisten und deshalb schnell handeln.
Vor den Fällungen finden Artenschutzkontrollen im gesamten Fällbereich statt, damit bei den Fällarbeiten keine Tiere getötet oder bei der Brut gestört werden.“

Herausgeber / Ansprechpartner

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