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Auf dieser Seite werden alle Pressemitteilungen der Stadt Dreieich veröffentlicht, die von der Stadt an die Medien weitergegeben werden, um Bürgerinnen und Bürger umfassend über kommunale Entwicklungen, Planungen und Entscheidungen von öffentlichem Interesse und öffentlicher Bedeutung zu informieren. Alle Pressemitteilungen, die seit 2017 veröffentlicht wurden, können hier nach Zeitraum, Stichworten und Rubriken recherchiert werden.
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Plötzlich Pflegefall – was ist zu tun?

Die städtische Senioren-Beratung bietet umfangreiche Information und Beratung
Dreieich. Frau S. (83) stürzt und bricht sich den Oberschenkelhals; nach OP und Reha wird sie nach Hause entlassen: Sie kann nur mit Gehhilfe laufen, keine Einkaufstaschen tragen, Kinder und Enkel leben weit weg, sind berufstätig oder in der Ausbildung und können sie im Alltag nicht unterstützen. Die Nachbarn rufen bei der städtischen Senioren-Beratung an, weil sie sehen, dass Frau S. ihren Alltag nicht wie früher bewältigen kann.

So oder so ähnlich könnte die Situation einer Dreieicher Bürgerin aussehen. Das wäre ein Anlass für die städtische Senioren-Beratung, tätig zu werden und ein Beratungsangebot zu machen.

Den Pflegebedarf erfassen
Die Senioren-Beratung nimmt Kontakt mit Frau S. auf, bespricht mit ihr, welche Unterstützung sie braucht, um ihren Alltag zu Hause gut organisieren zu können. Kommt Frau S. morgens alleine aus dem Bett, kann sie sich alleine waschen und anziehen, kann sie einkaufen und essen zubereiten? Hat Frau S. eine Idee, wer mit ihr einkaufen könnte? Wie ist das Bad ausgestattet? Braucht Frau S. Hilfsmittel, wie Haltegriffe und einen Sitz für die Badewanne, eine Toilettensitzerhöhung oder einen höhenverstellbaren Rahmen für das eigene Bett, die der Hausarzt verordnen kann? Ein Hausnotruf für eine alleinlebende ältere Frau wäre sinnvoll – bei Einstufung in einen Pflegegrad zahlt die Pflegekasse einen Zuschuss. Ein Menübringdienst könnte Frau S. mit einem warmen Mittagessen versorgen.

Die Pflege finanzieren: Pflegegrad beantragen
Falls noch nicht geschehen, ist jetzt ein Antrag bei der Pflegekasse auf Überprüfung der Pflegebedürftigkeit zu stellen. Mit dem Zuschusse der Pflegekasse kann Frau S. die Unterstützung mitfinanzieren. Bei der Antragstellung entscheidet sich Frau S. wer sie unterstützen soll.
Gibt es Angehörige, Freunde oder Nachbarn, die ihr im Alltag helfen? Wird ein Pflegedienst oder ein haushaltsnaher Dienstleister benötigt? Oder teilen sich Nachbarn und ein professionelle Dienste die Aufgaben?
Ist der Antrag gestellt, sollte innerhalb von 4 Wochen der medizinische Dienst kommen, um die Pflegebedürftigkeit zu überprüfen. Als Vorbereitung auf dieses Gespräch ist es hilfreich, den ausgefüllten Einschätzungsbogen der Senioren-Beratung, alle Arzt- oder/und Krankenhausberichte, eine Auflistung der benötigten Hilfsmittel und Medikamente und die Adresse des Hausarztes und/oder der Fachärzte bereitzuhalten.

„Wenn die Senioren-Beratung zu der fachlichen Einschätzung kommt, dass eine Pflegebedürftigkeit gegeben ist, kann die Unterstützung durch einen Pflegedienst bereits vor dem Bescheid der Pflegekasse erfolgen“, so Gaby Ruschka, Senioren-Beraterin.

Die Form der Pflege sicherstellen: wer übernimmt welche Aufgaben?
Frau S. sucht sich einen ortsansässigen Pflegedienst. Die Adressen von Pflegediensten, Menübringdiensten, Anbietern von Hausnotrufsystemen und weiteren Dienstleistern findet sie in dem Flyer „Pflege – Kontaktadressen für Langen, Egelsbach und Dreieich“, der im Internet www.dreieich.de abrufbar ist oder im Rathaus ausliegt. „Wir arbeiten in der AG Pflege Langen, Egelsbach und Dreieich mit allen professionellen Diensten und Einrichtungen, die sich um die Versorgung und Betreuung von pflegebedürftigen Menschen kümmern, zusammen. Damit kann die Qualität der Angebote vor Ort sicher gestellt werden,“ ergänzt Irene Dietz, Senioren-Beraterin der Stadt Dreieich.

Nach einigen Wochen bekommt Frau S. einen positiven Bescheid. Es stehen ihr damit rückwirkend ab Antragsstellung Leistungen der Pflegeversicherung zur Verfügung. Nimmt Frau S. einen Pflegedienst in Anspruch, spricht man von Pflegesachleistungen und der Pflegedienst rechnet direkt mit der Pflegeversicherung ab. Wenn Frau S. sich die Hilfe privat über Angehörige und Freunde organisiert, bekommt sie Pflegegeld. Wenn sie beides miteinander kombiniert, spricht man von Kombinationsleistungen.
Nähere Auskünfte dazu gibt die zuständige Pflegekasse.

Eventuell weitere Anträge zur Finanzierung der Pflege stellen. Meist reichen die Ersparnisse, die Mittel der Pflegekasse und die Rente nicht aus, um die Hilfen zu finanzieren. In diesem Fall kann Frau S. einen Antrag auf ergänzende Hilfen beim örtlichen Sozialhilfeträger (Kreis Offenbach) stellen. Hier kann die Senioren-Beratung behilflich sein.

Weitere Beratung notwendig?
Die Situation ist geklärt, die Hilfe läuft an. Weitere Überlegungen zur Verbesserung ihrer Wohnsituation kann Frau S. jetzt in Angriff nehmen. Die Pflegekasse bezuschusst Umbauten, wie z.B. eine Türverbreiterung oder eine Nasszelle in Höhe von 4.000 Euro/Jahr. Die Senioren-Beratung vermittelt Ansprechpartner und bietet weitere Beratung an.
Die städtische Senioren-Beratung arbeitet kostenlos, vertraulich und neutral. In der Beratung geben die beiden Beraterinnen einen Gesamtüberblick über die Angebote in Dreieich und Umgebung. Der Kontakt zur Senioren-Beratung kann telefonisch, schriftlich, durch Besuch im Rathaus oder durch einen Hausbesuch hergestellt werden.
Die Sprechzeiten im Rathaus sind: dienstags und donnerstags von 8 Uhr bis 12 Uhr und nach Vereinbarung, bei Bedarf auch Hausbesuche.

Kontakt:
Gaby Ruschka (Buchstabe A – K), Tel. 06103/601-249,
E-Mail gaby.ruschka@dreieich.de
Irene Dietz (Buchstabe L – Z), Tel. 06103/601-248,
E-Mail: irene.dietz@dreieich.de.

Herausgeber / Ansprechpartner

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
der Stadt Dreieich
Frau Sabrina Lutterbach
Hauptstraße 45
63303 Dreieich
Telefon
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