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Leitbild Abfall

Die Menschen, Betriebe und Institutionen in Dreieich sind sich ihrer Verantwortung bewusst, dass der von ihnen produzierte Abfall ein Problem für unsere Gesellschaft darstellt. Daher gilt für alle der Grundsatz:
  • Wir vermeiden Abfall
  • Wir führen Abfall einer Wiederverwertung zu
  • Wir führen Abfall einer stofflichen Verwertung zu

1. Reduktion der Abfallmenge

1.1 Ziel

Dieses ist das allen anderen Zielen übergeordnete Ziel. Der umweltfreundlichste Abfall ist der Abfall, der gar nicht erst entsteht. Die Stadt Dreieich fördert die Reduzierung der Abfallmenge im öffentlichen Bereich, im Gewerbebereich und im privaten Bereich.

1.2 Maßnahmen

1.2.1 Die Müllmenge verringert sich erheblich, wenn Geräte und Waren langlebig sind, reparaturfreundlich sind und gut ausgelastet werden. Die Stadt Dreieich beachtet diese Gesichtspunkte bei der Anschaffung von Geräten in ihrem eigenen Bereich (Verwaltung, Eigenbetriebe, Stadtwerke)

Erläuterung

e länger ein Gerät genutzt wird, um so weniger Altgeräte fallen als Abfall an, erst recht, wenn alte, defekte Geräte repariert werden können. Ein Gerät altert auch, wenn es nicht genutzt wird und muss ersetzt werden. Eine gute Auslastung hilft also Abfall zu vermeiden.
e länger ein Gerät genutzt wird, um so weniger Altgeräte fallen als Abfall an, erst recht, wenn alte, defekte Geräte repariert werden können. Ein Gerät altert auch, wenn es nicht genutzt wird und muss ersetzt werden. Eine gute Auslastung hilft also Abfall zu vermeiden.e länger ein Gerät genutzt wird, um so weniger Altgeräte fallen als Abfall an, erst recht, wenn alte, defekte Geräte repariert werden können. Ein Gerät altert auch, wenn es nicht genutzt wird und muss ersetzt werden. Eine gute Auslastung hilft also Abfall zu vermeiden.

1.2.2 Die Stadt Dreieich fördert die Reparatur von Geräten durch den Ausbau des Wertstoffhofes (sog. Stufe II)

Erläuterung
s ist sinnvoller, defekte Geräte zunächst zu reparieren und wiederzuverwenden, anstatt sie sofort zu entsorgen. Durch den Verkauf der reparierten Geräte und die gesparten Entsorgungskosten kann sich diese Maßnahme selbst tragen. Wenn reparierte Geräte preiswert erworben werden können, ist dies auch ein Vorteil für die Bürger. Außerdem werden so Arbeitsplätze geschaffen.
s ist sinnvoller, defekte Geräte zunächst zu reparieren und wiederzuverwenden, anstatt sie sofort zu entsorgen. Durch den Verkauf der reparierten Geräte und die gesparten Entsorgungskosten kann sich diese Maßnahme selbst tragen. Wenn reparierte Geräte preiswert erworben werden können, ist dies auch ein Vorteil für die Bürger. Außerdem werden so Arbeitsplätze geschaffen.s ist sinnvoller, defekte Geräte zunächst zu reparieren und wiederzuverwenden, anstatt sie sofort zu entsorgen. Durch den Verkauf der reparierten Geräte und die gesparten Entsorgungskosten kann sich diese Maßnahme selbst tragen. Wenn reparierte Geräte preiswert erworben werden können, ist dies auch ein Vorteil für die Bürger. Außerdem werden so Arbeitsplätze geschaffen.

1.2.3 Die Stadt Dreieich fördert die Idee des "Geräte-Sharings" durch Information der Bürgerinnen und Bürger.

Erläuterung
Wenn Geräte, die selten genutzt werden, von mehreren Nutzern genutzt werden können, steigt die Auslastung und es fallen in der Gesamtbilanz weniger Altgeräte an. Praktiziert wird dieses gemeinsame Nutzen schon seit einiger Zeit beim "Car-Sharing", wo es sich offenbar bewährt hat. Ähnlich könnte es mit Geräten funktionieren, vor allem wenn diese nur selten gebraucht werden und die Nutzorte relativ nah beieinander liegen. Die erste Bedingung trifft auf viele Gartengeräten, wie z. B. Rasenmäher, Heckenscheren, Häcksler, Vertikultierer, Äxte, Leitern und manche Haushaltsgeräte wie z. B. Bohrmaschinen und Tapeziergeräte zu. Die zweite Bedingung ist z. B. bei Kleingartenvereinen und in Wohngebieten mit Einfamilien- und Reihenhäusern erfüllt.
Wenn Geräte, die selten genutzt werden, von mehreren Nutzern genutzt werden können, steigt die Auslastung und es fallen in der Gesamtbilanz weniger Altgeräte an. Praktiziert wird dieses gemeinsame Nutzen schon seit einiger Zeit beim "Car-Sharing", wo es sich offenbar bewährt hat. Ähnlich könnte es mit Geräten funktionieren, vor allem wenn diese nur selten gebraucht werden und die Nutzorte relativ nah beieinander liegen. Die erste Bedingung trifft auf viele Gartengeräten, wie z. B. Rasenmäher, Heckenscheren, Häcksler, Vertikultierer, Äxte, Leitern und manche Haushaltsgeräte wie z. B. Bohrmaschinen und Tapeziergeräte zu. Die zweite Bedingung ist z. B. bei Kleingartenvereinen und in Wohngebieten mit Einfamilien- und Reihenhäusern erfüllt.

Wenn sich Gruppen von Leuten mit demselben Gerätebedarf zusammentun und jedes Gerät nur einmal anschaffen, spart das Geld, Stellplatz und vermeidet letztlich auch Abfall.

Die Nutzer zahlen einen bestimmten Betrag, der sich nach der Nutzungsdauer richtet, an den "Gerätewart", bei dem das Gerät auch untergestellt ist. Der Gerätewart verleiht es, sorgt für die Reparaturen, soweit nötig die Wartung und Ersatzbeschaffung. Jeder Teilnehmer am Tauschkreis verwaltet ein oder mehrere Geräte, aber keiner braucht alle anzuschaffen und bei sich selbst unterzubringen.

1.2.4 Die Stadt Dreieich fördert bei Wohnbauvorhaben die Errichtung von Wohnungen, die für Wohngemeinschaften geeignet sind anstelle kleiner Ein- und Zweizimmerwohnungen für "Singles".

Erläuterung
In Wohngemeinschaften werden zum Beispiel Kücheneinrichtungen und -geräte gemeinsam genutzt. Es tritt, was den Abfall angeht, derselbe vorteilhafte Spareffekt ein wie beim "Geräte-Sharing".
In Wohngemeinschaften werden zum Beispiel Kücheneinrichtungen und -geräte gemeinsam genutzt. Es tritt, was den Abfall angeht, derselbe vorteilhafte Spareffekt ein wie beim "Geräte-Sharing".
1.2.5 Die Stadt Dreieich fördert weiterhin die Benutzung von Mehrweggeschirr. Sie prüft, ob die Benutzung von Einweggeschirr durch eine entsprechende Gebühr erschwert werden kann.
Erläuterung
Entsprechende Gebühren sind rechtens, weil durch das Benutzen von Einweggeschirr mehr Abfall anfällt und folglich auch entsorgt werden muss. Die Kosten dafür wälzen die Nutzer nicht selten auf die Allgemeinheit ab (z.B. Pizzakartons in öffentlichen Papierkörben (oder auch daneben)).
Entsprechende Gebühren sind rechtens, weil durch das Benutzen von Einweggeschirr mehr Abfall anfällt und folglich auch entsorgt werden muss. Die Kosten dafür wälzen die Nutzer nicht selten auf die Allgemeinheit ab (z.B. Pizzakartons in öffentlichen Papierkörben (oder auch daneben)).

2. Wiederverwertung

2.1 Ziel

Abfall, der nicht zu vermeiden ist, soll wiederverwertet werden. Dabei ist eine funktionelle Wiederverwendung der materiellen Wiederverwertung vorzuziehen. Der Anteil des wiederverwertbaren Abfalls an der Gesamtabfallmenge soll weiter gesteigert werden.

Maßnahmen

2.2.1 Die Stadt Dreieich fördert die Reparatur von Geräten durch den Ausbau des Wertstoffhofes (sog. Stufe II)

2.2.2 Geräte sollen so konzipiert sein, dass sie leicht in die verschiedenen Materialien zu zerlegen sind, damit diese getrennt entsorgt und möglichst wiederverwertet werden können. Die Stadt Dreieich beachtet diesen Gesichtspunkt bei der Anschaffung von Geräten in ihrem eigenen Bereich (Verwaltung, Eigenbetriebe, Stadtwerke).

3. "Umweltfreundliche" Abfälle

3.1 Ziel

Der nicht verwertbare Anteil des Abfalls soll umweltverträglich entsorgt werden. Der Anteil des Sonderabfalls am Restmüll soll verringert werden.

3.2 Maßnahmen

3.2.1 Geräte sollen so konzipiert sein, dass sie aus möglichst umweltfreundlichen Materialien bestehen, die problemlos entsorgt werden können. Die Stadt Dreieich beachtet diesen Gesichtspunkt bei der Anschaffung von Geräten in ihrem eigenen Bereich (Verwaltung, Eigenbetriebe, Stadtwerke).

Geräte sollen so konzipiert sein, dass sie aus möglichst umweltfreundlichen Materialien bestehen, die problemlos entsorgt werden können. Die Stadt Dreieich beachtet diesen Gesichtspunkt bei der Anschaffung von Geräten in ihrem eigenen Bereich (Verwaltung, Eigenbetriebe, Stadtwerke).

3.2.2 Die Stadt Dreieich beteiligt sich an der von Neu-Isenburg geplanten Abfall-Biogas-Anlage und führt die Biotonne flächendeckend ein.

Die Stadt Dreieich beteiligt sich an der von Neu-Isenburg geplanten Abfall-Biogas-Anlage und führt die Biotonne flächendeckend ein.

Erläuterung
In einer Abfall-Biogasanlage werden organische Abfälle (Gemüsereste, Gartenabfälle) unter Luftabschluss bakteriell abgebaut, wobei brennbares Biogas entsteht, das zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Die festen Reste sind danach noch gut als Dünger in Gartenbau/Landwirtschaft geeignet. (Ähnlich funktionieren die Faultürme von Kläranlagen.) Der Vorteil gegenüber der Kompostierung wäre der Energiegewinn und die sinnvolle Entsorgung des Abfalls der Biotonnen. Diese sollten dann flächendeckend eingeführt werden.

In einer Abfall-Biogasanlage werden organische Abfälle (Gemüsereste, Gartenabfälle) unter Luftabschluss bakteriell abgebaut, wobei brennbares Biogas entsteht, das zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Die festen Reste sind danach noch gut als Dünger in Gartenbau/Landwirtschaft geeignet. (Ähnlich funktionieren die Faultürme von Kläranlagen.) Der Vorteil gegenüber der Kompostierung wäre der Energiegewinn und die sinnvolle Entsorgung des Abfalls der Biotonnen. Diese sollten dann flächendeckend eingeführt werden.

3.2.3 Die Stadt Dreieich fördert die Eigenkompostierung von Gartenabfällen durch ihre Bürgerinnen und Bürger.

Erläuterung
Kompostierung im eigenen Garten, wo der Kompost auch wieder gebraucht wird, spart Transportwege und entlastet die Kompostanlage der Stadt.

Kompostierung im eigenen Garten, wo der Kompost auch wieder gebraucht wird, spart Transportwege und entlastet die Kompostanlage der Stadt.
3.2.4 Die Stadt Dreieich fördert die Verwendung natürlicher Düngemittel an Stelle von Kunstdünger durch ihre Bürgerinnen und Bürger durch die Einrichtung einer "Pferdemistbörse".
Die Stadt Dreieich fördert die Verwendung natürlicher Düngemittel an Stelle von Kunstdünger durch ihre Bürgerinnen und Bürger durch die Einrichtung einer "Pferdemistbörse".
Erläuterung
In Dreieich und Umgebung gibt es immer mehr Pferde. Deren Mist kann zu einem Entsorgungsproblem für die Pferdehalter führen. Dieser Mist kann andererseits, nach entsprechender Lagerung, ein wertvoller Dünger im Gartenbau sein. Kostenlose Abgabe an Kleingärtner löst das Entsorgungsproblem und spart außerdem Kunstdünger. Wenn "Angebot" durch Pferdehalter und "Nachfrage" durch Gartenbesitzer durch eine zentrale Stelle zusammengebracht werden, können zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden.
In Dreieich und Umgebung gibt es immer mehr Pferde. Deren Mist kann zu einem Entsorgungsproblem für die Pferdehalter führen. Dieser Mist kann andererseits, nach entsprechender Lagerung, ein wertvoller Dünger im Gartenbau sein. Kostenlose Abgabe an Kleingärtner löst das Entsorgungsproblem und spart außerdem Kunstdünger. Wenn "Angebot" durch Pferdehalter und "Nachfrage" durch Gartenbesitzer durch eine zentrale Stelle zusammengebracht werden, können zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden.

4. Bedarfs- und kundenorientierte Entsorgung

4.1 Ziel

Die Stadt Dreieich macht ein umfassendes Entsorgungsangebot mit kundenfreundlichen Öffnungszeiten und möglichst niedrigen, verursacherbezogenen Abfallgebühren.
4.2 Maßnahmen

4.2.1 Die Stadt Dreieich erhebt die Abfallgebühren auf die tatsächlich anfallenden Abfallmengen der Bürgerinnen und Bürger und nicht auf Tonnengröße.

Erläuterung
Technisch ist das möglich durch Wiegevorrichtungen an den Entsorgungsfahrzeugen und entsprechender Datenerfassung. Jeder Bürger hätte ein direktes Interesse daran, Abfall zu sparen.
Technisch ist das möglich durch Wiegevorrichtungen an den Entsorgungsfahrzeugen und entsprechender Datenerfassung. Jeder Bürger hätte ein direktes Interesse daran, Abfall zu sparen.

4.2.2 Die Stadt Dreieich prüft, ob der Wertstoffhof auch am Samstagnachmittag geöffnet werden kann.

Erläuterung
Zur Zeit herrscht samstags vormittags stets ein großes Gedränge. Das ließe sich so etwas entzerren.

4.2.3 Die Stadt Dreieich kontrolliert bei Einfahrt in den Wertstoffhof die Entsorgungskärtchen der Kunden, damit keine ortsfremden Personen ihren Abfall auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Dreieich entsorgen können.

Die Stadt Dreieich kontrolliert bei Einfahrt in den Wertstoffhof die Entsorgungskärtchen der Kunden, damit keine ortsfremden Personen ihren Abfall auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Dreieich entsorgen können.
Erläuterung
Zur Zeit wird wenig bzw. überhaupt nicht kontrolliert. Möglicherweise hat sich das herumgesprochen, so dass das samstägliche Gedränge durch Ortsfremde erheblich verstärkt wird.
Zur Zeit wird wenig bzw. überhaupt nicht kontrolliert. Möglicherweise hat sich das herumgesprochen, so dass das samstägliche Gedränge durch Ortsfremde erheblich verstärkt wird.

Die genannten Ziele sind nicht als gleichrangig zu betrachten, sondern in der obigen Reihenfolge zu gewichten. Die folgende Darstellung verdeutlicht dies:

Reduktion der Abfallmenge

Wiederverwertung

"Umweltfreundliche" Abfälle

Bedarfs- und kundenorientiert Entsorgung



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