Rechtzeitig zur Weihnachtszeit 2002 kam in Dreieich ein neuer Genuss auf den Tisch: Der Dreieicher Kaffee.
Die neue Marke "Dreieicher Kaffee" wurde auf Initiative der Evangelischen Christuskirche und der Evangelischen Burgkirche Dreieich ins Leben gerufen und ist so genannter fair gehandelter Kaffee. Fairer Handel verknüpft soziale, ökologische und wirtschaftliche Aspekte miteinander, um Armut, Kinderarbeit und inhumane Arbeitsbedingungen in armen Ländern zu bekämpfen und gerechtere Handelsstrukturen aufzubauen. Die verwendeten Kaffeebohnen stammen von Organisationen, die überwiegend von indianischen Kleinbauern in Mittel- und Südamerika angebaut werden. Diese Bevölkerungsgruppen sind immer noch extrem benachteiligt. Durch die faire Vermarktung ihres ökologisch angebauten Kaffees erhalten diese Bauernfamilien die Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt auf minimalem Niveau zu sichern. Eingekauft und gehandelt wird der Kaffee von Europas größtem Fairhandelshaus, der gepa, einer Handelsorganisation, die von den großen Kirchen getragen wird.
Bürgermeister Berthold Olschewsky ist von der Idee begeistert: "Mit jedem Pfund Dreieicher Kaffee kann man vor Ort zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kaffeebauern im Süden beitragen" so Olschewsky und appelliert an seine Bürgerinnen und Bürger: " Beginnen Sie jeden Tag mit einer Tasse Dreieicher Kaffee! In dem Wissen, etwas Gutes zu tun, schmeckt jede Tasse Dreieicher Kaffee noch einmal so gut. Genießen Sie Ihn! "
Auch Stadträtin Andrea Müller lobt das vorbildliche Projekt der Kirchengemeinden: "Das Projekt Dreieicher Kaffee betrifft alle Ebenen des weltweiten Aktionsprogramms 'Agenda 21': In ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht zielt es auf eine nachhaltige und umweltgerechte Entwicklung ab. Ich hoffe, dass viele Einwohner Dreieichs ihre Konsumgewohnheiten ändern und für die gute Sache eintreten." Diese Einstellung setzte sie mit dem Beschluss, in ihrem Dezernat Bau und Planung nur noch "Dreieicher Kaffee" zu verköstigen, konsequent um.
Nicht zuletzt freut sich auch Agenda-Beauftragter Sylvio Jäckel über das große Engagement der Kirchengemeinden: "Das Projekt zeigt, dass nicht nur Stadt und Lokale Agenda-Projektgruppen an einer Weiterverfolgung der Agenda 21-Ziele arbeiten, sondern auch in anderen Organisationen und Gruppierungen Dreieichs an einer nachhaltigen, umweltgerechten Entwicklung gearbeitet wird. Außerdem wird bei diesem Projekt das Agenda-Motto "Global denken - lokal handeln" sehr anschaulich und transparent. Gerne haben wir deshalb das Porjekt unterstützt."
Der Dreieicher Kaffee wird auf den Weihnachtsmärkten Dreieichs, in den Gemeindehäusern der Christus- und der Burgkirche sowie in folgenden Fachgeschäften Dreieichs verkauft:
In Sprendlingen: Bäckerei Schmitt, Café am Bürgerhaus, Feinkost Nolle, Foto-Schäfer, Naturwarenzentrum Dreieich, WeinTee & More, Möbel Zimmer.
In Dreieichenhain: Firma Dröll, Gemüse Leyer, Bauerntruhe, Ludwig-Erk-Haus, Winkelsmühle, Backstube im Hofgut Neuhof
In Götzenhain: Neubecker Elektro
Anfang Mai 2003 konnte bereits die 1000. Packung verkauft werden.
Weitere Fragen zum Projekt beantworten Waltraud Zimmer von der Christuskirche, Telefon: 06103/37 90 345 oder Sylvio Jäckel, Agenda-Beauftragter der Stadt Dreieich, Telefon: 06103/601-457.