Dreieich ist eine lebens- und liebenswerte Stadt. Damit das so bleibt, soll die Lokale Agenda 21 mit ihren Aktivitäten sicherstellen, daß wir, die wir heute leben, lernen und arbeiten, den nachfolgenden Generationen Weltoffenheit und Toleranz vermitteln und menschenwürdige und entwicklungsfähige Lebensbedingungen hinterlassen. |
Dabei sind stets auch die Auswirkungen unseres Handelns für andere Weltregionen zu beachten. Insofern bedeutet die Dreieicher Lokale Agenda 21 für alle Bürgerinnen und Bürger und ihre Repräsentantinnen und Repräsentanten die Verpflichtung, die Grundsätze der Konferenz der Vereinten Nationen in Rio 1992 zu beachten und in die Wirklichkeit umzusetzen. |
Dreieich soll seinen Standard als Stadt mit hoher Lebensqualität nachhaltig und in globaler Verantwortung weiterentwickeln. |
| Ene zukunftsfähige und dauerhafte Entwicklung braucht eine ethische Orientierung als Basis. Dazu gehört u.a. |
- eine verantwortungsvolle Einstellung zum Wert der Umwelt als Lebensgrundlage für Menschen, Fauna und Flora
- die Stärkung der Solidarität von Bürgerinnen und Bürgern durch Förderung von Aktivitäten, die der Gemeinschaft, der Kommunikation zwischen Deutschen und Nichtdeutschen und der Umwelt dienen
- Die gegenseitige Achtung der Menschen aller Lebensalter und die Akzeptanz ihrer Herkunft und Weltanschauung
- die tatsächliche Verwirklichung der Gleichberechtigung mit dem Ziel der Chancengleichheit und der Gleichbehandlung der Geschlechter
- die Bereitschaft der Administration, auf die Bürgerinnen und Bürger zuzugehen, auch Freiräume zu schaffen, die das gegenseitige Verständnis fördern und das Zusammenleben der Menschen erleichtern.
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| 1. Leben |
| 1.1 Ziele |
| Bewusstsein für Umwelt und Geschichte erhalten und entwickeln |
- Wesentliche Beachtung des Umweltschutzes bei Verwaltungsentscheidungen
- Effektive und effiziente Wege zu verbessertem Umweltschutz
- Transparenz für umweltrelevante Verwaltungsentscheidungen
- Weckung des geschichtlichen Bewusstseins für unseren Lebensraum
- Wahrung traditioneller Feste und Bräuche
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| Gesundes und attraktives Wohnumfeld schaffen |
- Einflußnahme zur Verbesserung der Gesundheitssituation angesichts erhöhter Risiken speziell in der Region Rhein-Main
- Menschenfreundlichkeit und Umweltverträglichkeit in der Stadtentwicklung
- Verwirklichung der "barrierefreien" Stadt, z.B. behinderten- und kindergerecht Infrastruktur
- Schaffung weiterer Freizeitangebote für möglichst alle Alters- und Personengruppen
- Sinnvolle Begrünung öffentlicher und privater Häuser und Grundstücke
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| Sicherheit und Gewaltfreiheit gewährleisten |
- Vermittlung des Gefühls der "subjektiven" Sicherheit für alle Bürgerinnen und Bürger
- Ächtung der Gewalte gegen Frauen und Kinder
- Förderung von Toleranz/Akzeptanz/Gewaltfreiheit bei Bürgerinnen und Bürger
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| Verzicht der Verwaltung auf Kompetenzen zugunsten einer aktiven Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger |
- Aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger
- Neue Ansätze im Verhältnis Bürgerinnen und Bürger und Verwaltung, z.B. Nachvollziebarkeit von Verwaltungsvorgängen
- Förderung der Eigenverantwortlichkeit
- Sicherstellung des Dreieicher Agenda-Prozesses
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| Gleichberechtigtes Zusammenleben sicherstellen |
- Selbstverwirklichung des Einzelmenschen bei Rücksichtnahme auf Andere und die Umwelt
- Gleichberechtigte Teilhabe aller Gruppen am gemeinsamen Leben in Dreieich
- Familien- und kinderfreundliche Zusammenleben
- An den Erfordernissen der Familien und Kinder orientierte Kinderbetreuung
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| 1.2 Maßnahmen |
- Modellprojekt Umweltpakt "Alter Berg" durchführen (Vereinbarung zwischen Eigentümerinnen und Eigentümern und Verwaltung zur Erhaltung des Gebietscharakters)
- Ökoaudit (Umweltmanagementsystem) für die Verwaltung einführen
- Historische Gebäude und Ortsteile bewahren und schützen, z.B. Erhaltung und Ausbau der Burg Hayn als ein kultureller Mittelpunkt
- Die Keb in den Stadtteilen, die Weihnachtsmärkte, das Hooschebaafest pflegen und weiterentwickeln
- Kneipp-Anlage im Hengsbach bauen
- Eine "Mustersiedlung" anlegen (z.B. Energiesparhäuser)
- Anreize für behindertengrechtes Bauen schaffen
- Von Vereinen oder Bürgerinnen und Bürgern übernommene Patenschaften für Bäume,Sträucher, Wiesen, Bachabschnitte, usw.
- Pflanzentauschaktion mit umwetlfreundlicher Beratung organisieren
- "Runden Tisch" zu den Themen Gewalt in Familien, an Schulen, im öffentlichen Leben, unter Einbeziehung des Präventionsrates, begründen
- Alljährliches Internationales Frauenfest veranstalten
- Weitere Kommunikations- und Treffpunkte einrichten
- Weitere Hilfe in der Nachbarschaft "Füreinander – Miteinander" organisieren
- Ganztagsschulen und flexiblere Öffnungszeiten in Kitas und Horten anbieten
- Betreute Grundschulen erhalten und erweitern
- Netzwerk für das Stadtgebiet erweitern (Vereine, Kirchen, Institutionen, Selbsthilfegruppen, Initiativen) für gegenseitige Informationen und Veranstaltungshinweise und die Überlassung von Räumen, unter Einbeziehung des Internets
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| 2. Lernen |
| 2.1 Ziele |
| Chancengleichheit, Lernmöglichkeiten für alle realisieren |
- Chancengleiche persönliche Entwicklungsmöglichkeiten in allen Lebensphasen
- Entwicklung neuartiger Fort- und Weiterbildungsangebote auf kommunaler Ebene
- Würdigung und Sichtbarmachung der Leistungen von Frauen
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| Lerninhalte "gewaltfreies Miteinander" und "schonender Umgang mit der Umwelt" vermitteln |
- Gewaltfreies, soziales Miteinander – Konfliktbewältigung
- Besseres Verständnis für die Situation von Migrantinnen und Migranten
- Offenheit für interkulturelle und generationenübergreifende Bildungsarbeit
- Umweltbewusstsein und umweltgerechtes Verhalten stärken
- Anstösse zur Änderung der Wertmaßstäbe und des Konsumverhaltens
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| 2.2 Maßnahmen |
- Ganztagsschulen und flexiblere Öffnungszeiten in Kitas und Horten anbieten
- Betreute Grundschulen erhalten und erweitern
- Ausbildungsplätze für schwervermittelbare Jugendliche anbieten oder organisieren
- Jugendparlament einrichten
- Öffentlichen Internetanschluss in den Stadtbüchereien anbieten
- Benennung von Straßen, Plätzen und Gebäuden nach bekannten Frauen
- Ein Konzept speziell für junge Erwachsene entwickeln zur Hinführung auf ein persönliches alternatives Verkehrsverhalten (siehe auch: Punkt 2.7.2.4 des Energie-Teils)
- Erforschung der Situation von Migrantinnen und Migranten
- Vermittlung von Lehrinhalten und Förderung von Umweltschutz an Schulen und Kitas
(z.B. Umweltprojekte, Ökoaudits, Energieaudits, ...)
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| 3. Arbeiten |
3.1 Ziele |
Arbeitsplätze ohne Umweltbelastung schaffen |
- Arbeitsplätze ohne direkte und indirekte Umweltbelastung
- Wohnungsnahes Arbeiten
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Flexiblere Arbeitsformen unterstützen |
- Arbeitsteilung (Jobsharing, Teilzeit, Telearbeit)
- Gutstrukturiertes Arbeitsplatzangebot für alle
- Aus- und Weiterbildung für alle
- Wertschätzung der bezahlten und unbezahlten Arbeit (ehrenamtliche Arbeit, Familienarbeit und gemeinwesenorientierte Arbeit)
- Dienste und Engagement für das Gemeinwesen und die Umwelt würdigen und belohnen, z.B. Nachbarschaftshilfe
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Gerechtere Verteilung und Entlohnung von Arbeit fördern |
- Gerechte Verteilung von Arbeit für alle, u.a. zwischen Männern und Frauen
- Gerechte Entlohnung als Kriterium bei der öffentlichen Auftragsvergabe
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| 3.2 Maßnahmen |
- Ökoaudits (Umweltmanagementsysteme) bei ortsansässigen Betrieben und den Vertragspartnern der Stadt fordern (siehe auch Punkt 2.3.2.8 des Energie-Teils)
- Möglichkeiten für Telearbeitsplätze schaffen
- "Zertifizierte" Putzhilfen mit gerechter Entlohnung für ältere Bürgerinnen und Bürger anbieten
- Jobbörse als Arbeitsvermittlung einrichten
- Kommunales Angebot "Arbeit statt Sozialhilfe" konzipieren und unterstützen
- Tauschbörse für private Leistungen organisieren, z.B. Schreibarbeiten gegen Bügeln
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