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Abfallwirtschaftskonzept
In Hessen gibt es eine zweigeteilte Verantwortung für Müll: Die Landkreise als "Gebietskörperschaften" sind für die umweltgerechte Entsorgung des Abfalls zuständig, die Kommunen für die Einsammlung. Aus diesem Grund betreibt der Kreis Offenbach das Müllheizkraftwerk in Heusenstamm. Die Stadt sammelt den Haus- und Sperrmüll ein. Zum Teil mit eigenem Personal, wie in Buchschlag und Sprendlingen, teilweise beauftragt sie ein Entsorgungsunternehmen damit. In Dreieichenhain, Götzenhain und Offenthal holt die Firma Veolia den Abfall und den Sperrmüll ab. Für das Einsammeln von Papier im gesamten Stadtgebiet ist die Firma ESO beauftragt.
Bei der Abfallwirtschaft unterscheidet man zwischen Holsystem (in Dreieich z. B. Haus- und Sperrmüll, Altpapier) und Bringsystem (in Dreieich z. B. Altglas, Bauschutt, Elektronikschrott etc.). Im allgemeinen ist die (Sorten- bzw. Trennungs-) Qualität beim Bringsystem besser, da doch aus Unachtsamkeit viele Wertstoffe in den Hausmülltonnen landen, die nicht dorthin gehören, z.B. Plastikverpackungen oder Geschenkbänder in der Altpapiertonne. Offensichtlich fällt es den Bürgern manchmal schwer, im Abfallalltag ganz einfach mitzudenken. Die Abfallwirtschaft muss sich an rechtliche Vorgaben halten. Gesetzliche Grundlagen sind das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz vom 6. Oktober 1994, das am 7. Oktober 1996 in Kraft getreten ist, mit weiteren Verordnungen.

Für das Abfallwirtschaftskonzept der Stadt Dreieich gilt:
Die Abfallmenge ist so gering wie möglich zu halten:
1. Abfallvermeidung! Der Anteil des verwertbaren Abfalls sollte möglichst hoch sein, unter Beachtung von ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten.
2. Abfallverwertung! Nicht verwertbarer Müll muss umweltverträglich und kostengünstig beseitigt werden.
3. Abfallentsorgung! Ein wesentlicher Bestandteil des Dreieicher Abfallwirtschaftskonzeptes ist die Getrenntsammlung (Bringsystem) auf dem Wertstoffhof in Sprendlingen und den Lagerhöfen in den einzelnen Stadtteilen, die Containerstandorte für Altglas und alte Textilien im Stadtgebiet sowie die Abfalltrennung nach zwei (bzw. drei) Mülltonnen (Holsystem).
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