Die Geschichte der Stadt Dreieich
Während des Dreißigjährigen Krieges und der Napoleonischen Kriege hatte Sprendlingen große Belastungen zu tragen. Die durch die Gemeinde durchführende Heerstraße brachte zahlreiche fremde Truppen in die Stadt, die der Einquartierung und Versorgung bedurften. Nach 1816 wurde Sprendlingen hessisch und verzeichnete nach der Verbesserung der Verkehrsanbindung durch den Bau der Main-Neckar-Bahn im Jahre 1848 einen stetigen wirtschaftlichen Aufschwung. 1947 erhielt Sprendlingen die Stadtrechte und ist heute der größte Stadtteil der jungen Stadt Dreieich.
Buchschlag ist der jüngste Dreieicher Stadtteil. Der Waldbezirk Buchschlag war Teil der Gemarkung Mitteldick und gehörte seit dem frühen Mittelalter zur Urmark Langen und zum Reichsbannforst Dreieich. Ihre Gründung im Jahre 1904 verdankt die Villenkolonie Buchschlag dem Frankfurter Kaufmann Jakob Latscha.
Anfang des Jahrhunderts zog es Frankfurter Kaufleute, Industrielle, Künstler und Beamte hinaus ins Grüne, wo namhafte Architekten wie Wilhelm Koban, Ludwig Bernoully und Alois Beck zwischen 1905 und 1915 repräsentative Wohngebäude schufen. Dabei bildeten Stilelemente des Darmstädter Jugendstils und der heimatlich-ländlichen Bauweise eine gelungene architektonische Synthese.
Auf Betreiben des Dichters und ersten Buchschlager Bürgermeisters Rudolf G. Binding wurde Buchschlag im Jahre 1913 eine selbstständige Gemeinde.

Foto: ©Lutz Dieckmann
Die Dreieichgemeinden waren - wenn man von Buchschlag einmal absieht - im Besitz unterschiedlicher Dynastien wie derer von Hagen, Falkenstein, Hanau, Solms, Ysenburg und Hessen-Darmstadt und unterlagen somit einer wechselvollen Geschichte, die an dieser Stelle gewiss nicht vollständig nachgezeichnet werden kann und soll.
Wer mehr über den historischen Werdegang der Stadt Dreieich in Erfahrung bringen möchte, der sei auf die vielfältige Literatur verwiesen, von der eine kleine Auswahl auf unserer Website nachgewiesen ist.