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DREIEICH - Stadt mit Geschichte, Kultur, Ambiente
Entdecken Sie Dreieich zu Fuß oder mit dem Fahrrad fernab der verkehrsreichen Hauptstraßen auf der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute! Die reizvolle Tour mit Anschluß nach Neu-Isenburg, Langen und Dietzenbach führt durch eine sehr idyllische Landschaft mit Feldern und zahlreichen Streuobstwiesen bis hinein in die nahen Wälder und ermöglicht Ausflüglern in den fünf Stadtteilen Buchschlag, Sprendlingen, Dreieichenhain, Götzenhain und Offenthal eine Begegnung mit Geschichte, Kultur und herzlicher Gastlichkeit. Als "grüne Ader" schlängelt sich der Hengstbach durch die Gemarkung und verbindet die Stadtteile mit ihren sehr charakteristischen und bemerkenswerten historischen Sehenswürdigkeiten, die der jungen Stadt Dreieich (Stadtrechte seit 1977) ihr besonderes Ambiente verleihen.

In Sprendlingen, Dreieichs größtem Stadtteil, befinden sich die Wirtschafts-, Kultur- und Verwaltungszentren. Hauptanziehungspunkte sind das moderne Bürgerhaus mit seinem vielseitigen Kulturangebot, das Freibad sowie das Hallenbad.
Sprendlingen, eine alemannische Gründung, wird im Jahre 834 in den Schenkungsurkunden des Klosters Lorsch zum ersten Mal erwähnt. Die Erasmus-Alberus-Kirche beim Lindenplatz in der Altstadt mit ihrem mächtigen Turm erinnert an den Freund und Schüler Martin Luthers, der die Reformation in unsere Gegend brachte und von 1528 bis 1539 als erster lutherischer Pfarrer in Sprendlingen und Götzenhain wirkte. Aus dem 18. Jahrhundert erhalten ist die Mikwe, ein jüdisches Ritualbad, ein seltenes und sehr sehenswertes Baudenkmal. Auf dem historischen Lindenplatz, umgeben von schönen alten Fachwerkhäusern, trifft man sich im Sommer bei Musik, Tanz und Apfelwein zum traditionellen "Hoschebaa-Fest".



Foto: ©Dagmar Wolff
  Besucher sollten einen Abstecher zur Villenkolonie Buchschlag, dem jüngsten Stadtteil von Dreieich, nicht versäumen. Die gesamte Wohnsiedlung mit vielen Elementen des Darmstädter Jugendstiles steht heute unter Denkmalschutz. Die Waldkolonie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts auf Initiative des Frankfurter Kaufmannes Jakob Latscha gegründet und von dem Darmstädter Städtebauer Prof. Friedrich Pützer geplant. 
14 namhafte Architekten, darunter unter anderem auch Wilhelm Koban, Ludwig Bernoully und Alois Beck, schufen in Buchschlag zwischen 1905 und 1915 die prachtvollen Wohnhäuser. Diese Villenanlage gilt als einzigartiges architektonisches Ensemble der sogenannten Gartenstadtbewegung in Deutschland.


Dreieichenhain - das alte Herz der jungen Stadt Dreieich - war einst der Verwaltungsmittelpunkt des ehemaligen kaiserlichen Wildbannes Dreieich. Die Burgmannen- und Handwerkersiedlung Dreieichenhain erhielt bereits 1256 Stadtrechte. Die gesamte von einer bestens erhaltenen romanisch-gotischen Stadtmauer (mit Ober- und Untertor) umgebene mittelalterliche Altstadt mit zahlreichen historischen typisch fränkischen Fachwerkhäusern steht unter Denkmalschutz.    

Dies gilt auch für die Reste der auf einen königlichen Jagdhof zurückgehenden Burganlage Hayn aus dem 11. Jahrhundert. Auf der Burgbühne vor der romantischen historischen Kulisse der Burgruine Hayn finden überregional beachtete Burgfestspiele und Open-Air-Veranstaltungen statt. Im Ludwig-Erk-Haus (dort gibt es auch Informationen für Besucher der Stadt) erinnert eine Ausstellung an den Volksliedersammler Erk. Lohnenswert ist ein Besuch des Dreieichmuseums auf dem Burggelände mit seinen interessanten historischen Sammlungen (unter anderem Vor- und Frühgeschichte, Entwicklung der Burg und der Stadt Dreieichenhain, Bauern-Küche und -stube, Zunftstube zu verschiedenen Handwerken, alter Webstuhl und vieles mehr); wechselnde Ausstellungen zu Themenschwerpunkten.
 
In Götzenhain wurde um das Jahr 1200 als "Dorf auf der Höhe" urkundlich zum ersten Mal erwähnt. Als ehemaliges "Küchendorf" der Burg Hayn hat Götzenhain sich zu einem Geheimtip für angenehmes Wohnen im Grünen mit Blick auf die Frankfurter Skyline entwickelt. Das ehemalige Jagdschloss "Philippseich" - Ende des 17. Jahrhunderts von Graf Johann Ludwig von Isenburg erbaut - dient heute als Privatwohnsitz. Das Götzenhainer Hofgut Neuhof ist Anziehungspunkt für Spaziergänger, Golfspieler und Gourmets.

Offenthal wird in der Mitte des 9. Jahrhunderts zum erstenmal in einer Urkunde genannt. Ursprünglich ein Bauerndorf entwickelte es sich zur Zeit der industriellen Revolution zu einer Arbeiterwohnsitz-Gemeinde. Die wehrhafte gotische Kirche wurde um das Jahr 1400 von Anna von Falkenstein gestiftet, deren Geschlecht über viele Jahrhunderte auf Burg Hayn wohnte.


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